Ist nicht schlecht, Samstag eine Tour zu planen – wenn das Wetter nicht passt, verschieben wir´s auf den Sonntag – gesagt = getan. Strahlend schönes Wetter – „wenn Eng´lein reisen, wird sich das Wetter weisen“. Letztes Jahr haben wir diese Tour bei wolkenverhangenem Himmel unternommen – war trotzdem ein beeindruckendes Erlebnis. Heuer haben wir Sonnenschein von Beginn an – die erste halbe Stunde im Hochwald bei frostigen Temperaturen – aber dann: Sonne pur bei wolkenlosem Himmel, traumhaften Pulverschnee – zu tief, zum selber Spuren – wir nehmen gerne die „Stockspur“ der Schitourengeher als „Aufstiegshilfe“ und kommen so flott voran. | ![]() |
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Vorbei an der Urbanalm, bereits auf dem halben Weg zum heutigen Ziel, folgen wir weiter dem markierten Sommerweg vorbei an der der Schlenkensteinalm.
Eine kurze Pause am „Top des Tages“ auf knapp 1600 m Seehöhe lässt uns die winterliche Gewalt der ungeheuren Schneeverfrachtungen augenscheinlich werden – direkt vor unseren Augen nehmen wir den Abriss einer gewaltigen Schneewächte wahr – irgendwann in naher Zukunft wird diese mit gewaltigem Donner ins Tal abbrechen. Zurück führt uns der Weg, ähnlich der der Schifahrer, über freie, unberührte Schneeflächen entlang der Aufsstiegsroute. Wir erfreuen uns der knietiefen Schneedecke, die auch für „Schneeschuhtreter“ bergab „DAS BERGERLEBNIS“ bedeuten kann. Fast zeitgleich mit den Schibergsteigern erreichen wir wieder den Talgrund, wenngleich einige von Ihnen viele Höhenmeter mehr zurückgelegt haben, da sie die idealen Pistenverhältnisse für wiederholte Aufstiegs- und Abfahrtsmeter genutzt haben. |
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![]() | Der Wetterbericht war wieder mal schlecht für Ach, nebelig und kalt. Da gab es eigentlich nur eins, ab in die Berge, über den Wolken sollte es sonnig sein. Am Samstag früh um kurz nach sieben gings dann los ins Heutal. Gleich beim Ausladen unseres Autos der erste Schock: "Wo sind meine Tourenskischuhe?" fragte Raphi, "Vergessen, sch..." meine Antwort. |
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Kurz überlegt, zwei extra Paar Schneeschuhe hatten wir dabei, Franz verlieh seinen Ski an Hubert, Raphi erhielt |
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seine Tourenskischuhe und Franz und Elfi schnallten sich die übrig gebliebenen Schneeschuhe an. Jetzt hatten zumindest alle ein Gerät, wenn auch nicht das vorgesehene. | ||
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Schön gemütlich gings dann hoch. |
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Die Nase Richtung Sonne gestreckt, hat sich jeder mit seiner mitgebrachten Brotzeit gestärkt. Auf dem Weg trafen wir dann auch wieder unsere Skitourengeher, die gerade vom Sonntagshorn runterkamen und noch schnell zum Peitingköpfl maschierten. | ||
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Nach der kurzen Rast ging es dann auf direktem Wege wieder runter zum Parkplatz. |
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Um vier trafen dann alle zufrieden beim Parkplatz ein, und machten sich nach einem wirklich schönen Tag auf den Heimweg War a schena Tag! | ||
Der außergewöhnliche Erfolg unserer letztjährigen Bergandacht hat die Gebietsgruppe Innviertel-West beflügelt, dieses „Ereignis“ am selben Ort zu wiederholen.
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![]() ![]() ![]() ![]() ![]() | Auch dieses Jahr haben sich etliche bereits am Samstag zum Heinrich-Kiener-Haus aufgemacht, um zusammen mit der Bläsergruppe der Musikkapelle Hochburg-Ach, unter Leitung von Toni Gaisberger, die eine Exkursion mit dem Thema „Wandern mit Musikbegleitung“ unternimmt, einen fröhliche Abendrunde zu verbringen. Wir beginnen die Bergandacht zur Mittagszeit – die zahlreichen Teilnehmer begrüßt Hermann Hinterhölzl, der Hüttenwirt, umtriebige Friedensapostel und Mitinitiator des St. Rupert Pilgerweges auf´s herzlichste. Er erklärt seine Friedenskirche St. Vinzenz mit klar verständlichen Worten, verpackt in einem hochinteressanten Vortrag. Die Andacht hält Diakon Josef Schwanninger in bewährter, sehr persönlicher Weise – viele Passagen seiner Worte sind tiefgründig und die Wortwahl „ geh mit mir“ regt zum Nachdenken an und ermutigt zum entsprechenden Handeln. Mit einfühlsamen Beiträgen, einige davon zum Mitsingen, unterstreicht die Bläsergruppe die Andacht dieser Gedenkstunde. Eva-Maria Proßegger hat heuer zu dem Fest zwei ihrer ebenfalls behinderten Freunde eingeladen, ein Taxitransport über eine Strecke von knapp 15 km und an die eintausend Höhenmeter macht dies möglich. Auch eine Gruppe der Naturfreunde Kienberg-Gaming aus Niederösterreich hat sich aus langjähriger Freundschaft zur Teilnahme entschlossen und selbst unser Bürgermeister Hans Reschenhofer hat die Mühen des Aufstiegs nicht gescheut. Im Anschluss an die Bergandacht genießen die meisten noch einige Stunden auf der Sonnenterrasse vorm Heinrich-Kiener-Haus die grandiose Aussicht und die vorzüglich zubereiteten kleinen und großen Happen, die der Hüttenwirt mit seinem Team der Küche entlockt. Zu den abwechslungsreichen Klängen der „kleinen Blasmusik“ schmeckt´s noch mal so gut. Zahlreiche kleine und große Vorhaben der Vergangenheit und Zukunft, wichtige und weniger bedeutende Ereignisse werden diskutiert und ausgetauscht – alle verstehen sich prima und die eine oder andere Bekanntschaft wird angebahnt oder intensiviert. Leider hat auch die schönste Stunde ihre Grenze – manche müssen frühzeitig zu Tal, das Taxi fordert seinen Tribut – kann man nichts machen. Aber auch die Wanderer haben irgendwann die Qual der Wahl - „noch bleiben oder schon gehen“ - ihnen geht’s halt etwas später nicht besser. Auch dieses Mal gilt unserem Hans für die Organisation, allen Mitwirkenden für die gelungene Ausrichtung und den zahlreich Anwesenden für Ihr Mitwirken an der Bergandacht ein aufrichtiges „Danke“. Vielleicht haben wir im kommenden Jahr ähnliches Glück in jeder Beziehung – bis dahin ein herzliches „Berg frei“ | ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() |
![]() | Freitag nachmittag: |
| Ein moderner, aber zweckmäßig und optisch ansprechender Neubau ist unser Quartier für die nächsten Stunden. Die Bewirtung ist vorbildich, eine reizvolle Bedienung serviert uns köstliche Gerichte zu einem vernünftigen Preis. Was für eine Nacht – ein Besuch auf der Terasse vorm Bettgehen - auf dieser Höhe um 22.00 Uhr angesagt – läßt uns die ganze Bandbreite unseres nördlichen Sternenhimmels erahnen. Die Milchstraße, in unseren Breiten optisch kaum auszumachen, steht als gigantischen Sternenband über unseren staunenden Köpfen – einfach fantastisch und zum Nachdenken anregend. Wir versinken in unseren Lagern, zugedeckt mit Bettwäsche der neuesten Generation. Samstag: Der größte Vorteil der Übernachtung auf einer Hütte ist es, frühmorgens schon ab einer gewissen Höhe weiter aufzusteigen zu können. So kommen wir noch in der morgendlichen Kühle bis zum Einstieg des “Südwandband-Klettersteiges”. Beim Anlegen des Klettersteigsets bläst zudem eine frische Brise – wir beeilen uns, die Wand zu erklimmen. Der Durchstieg dieses Klettersteigs macht uns keine Schwierigkeiten, zudem wir geübt sind und Vroni, unser “Einsteiger im Klettersteig” sich als äußerst handsame Begleiterin erweist. Glücklich und zufrieden über die Leistung erreichen wir den Gipfel des Großen Buchsteins auf 2224 m Seehöhe. Nach einer wohlverdienten Ruhepause wählen wir für den Rückweg den Normalanstieg, ein nicht zu unterschätzendes Wegstück – sicher kein Wanderweg sondern eher eine Tour für geübte Bergwanderer. Am frühen Nachmittag strecken wir bei hochsommerlichen Termperaturen auf der Sonnenterasse des Buchsteinhauses alle viere von uns, genießen nochmals das Panorama, bevor wir den Abstieg über die Aufstiegsroute antreten. Runter geht´s bekanntlich schneller als rauf, ins Schwitzen geraten wir allemal genauso – glücklich sind wir über die Möglichkeit einer kalten Abfrischung in der nahegelegenen Enns. Wir nehmen Kurs auf Admont, wo ein kleiner aber feiner Biergarten im Halbschatten unsere Gelüste auf Erfrischendes zu stillen vermag. Weiter geht es Richtung Süden zum westlichsten Ausläufer der Gesäuseberge, zu unserem nächsten Ziel – der Oberst-Klinke-Hütte auf knapp 1500 m Seehöhe, bequem mit dem PKW über eine preiswerte Mautstraße zu erreichen. Das Nachtquartier, hier noch eins aus der “guten alten Zeit” mit schweren Decken und einem klitzekleinen Kopfkissen, ist reserviert, so können wir uns voll und ganz ins “Nachtleben auf der Hütte” stürzen – wohlgemerkt wieder nur bis zur obligatorischen Sperrstunde für Bergsteiger.
Heute geht´s nochmal zur Sache – nach Auskunft des Hüttenwirts ist seit gestern die Möglichkeit einer “interessanten Runde” gewährleistet. Freiwillige Helfer haben am Vortag die von der Witterung in Mitleidenschaft gezogenen Wegstücke gesichert und begehbar gemacht – ein großes Lob an die Bereitschaft zur mühevollen Arbeit in den Bergen. Nach einem ausgiebigen Frühstück geht´s bergwärts – knapp zwei Stunden und wir sind nach einem steilen, aber umso aussichtsreicheren Weg auf dem Gipfel des “Admonter Kalblings”, 2196 m hoch. In greifbarer Nähe liegt unser nächstes Ziel – der Gipfel des “Sparafeldes”, mit 2247 m die höchste Erhebung unserer heutigen Tour. Einem Abstecher gleich erweist sich diese Besteigung – weiter führt uns ein bequemer Weg Richtung Westen auf die 2106 m hohe “Riffel”, einem Gipfel mit einem sehr bescheidenen Gipfelkreuz. Nunmehr geht´s ans eingemachte – der Abstieg und die folgende Überschreitung ist eher hochalpin, seilversichert und mit äußerster Vorsicht zu begehen. Die Steilheit des Geländes und Brüchigkeit der Felsformationen verlangt volle Konzentration – trotzdem können wir bei einer wohlverdienten Mittagspause die umliegende Bergwelt intensiv genießen. Als letzte Erhöhung erreichen wir den “Kreuzkogel”, 2011 m hoch und mit dem eindruckvollsten Gipfelkreuz unserer gesamten 2-Tagetour gekrönt. Weit schweift der Blick über das Ennstal von West nach Ost, hinaus zum Grimming und rüber zu unserem gestrigen Berg, dem Buchstein in den Ennstaler Alpen. Der Abstieg über einen südseitigen, steilen Wiesenhang zur Scheiblegger Hochalm und weiter über einen “Jagasteig”, teilweise steiler als alles vorherige, zudem durch Latschengewirr, verlangt nochmals all unsere Aufmerksamkeit und Trittsicherheit.
Für den Ausklang unseres Bergwochenendes wählen wir den Schatten eines Biergartens bei einem urgemütlichen Bauerngasthof in Heimatnähe, wo wir das Erlebte, aber auch lang zurückliegende Traumtouren nochmals Revue passieren lassen.
Hans, Franz, Karl mit Vroni und Kurt |
![]() | Mit der Aussicht auf ein hochsommerliches Wochenende trafen sich am Freitagnachmittag wieder einmal 20 Kletterinteressierte, um, so wie bereits seit mehreren Jahren, an den Zellersee bei Schleching zu fahren. Aufgrund der Umleitungen wegen der zahlreichen Baustellen auf Bayerns Straßen und einem kleinen "Verfahrer" in Traunreut kam der Trupp erst nach 1 1/2 Stunden am Zielort an. Dann packten alle mit an und in Rekordzeit wurden die Fahrzeuge geleert und das Zeltlager aufgebaut. Nachdem jeder einen Schlafplatz hatte, ging es ab in den erfrischenden See. |

Da ein Zeltlager ohne Regen praktisch nicht vorkommt, hat es gleich am Freitagabend während der Zubereitung des Abendessens zweimal kurz geregnet. Da es aber nur kurze Regenschauer waren, konnten sie uns die Stimmung nicht vermiesen. Nach einem üppigen Grillmenü und einem ausgelassenen Abend ging es gegen Mitternacht ab in die Zelte.
Schon um halb sieben läutete der Wecker, denn wir wollten früh an der Wand sein, damit wir ab Mittag wieder im See plantschen können. Nach dem Frühstück wurden noch schnell die Klettermaterialien und Getränkeflaschen aufgeteilt und wir marschierten los Richtung Zellerwand.
Aufgrund der bereits jetzt hohen Temperaturen erreichten wir nach einem kurzen, aber schweißtreibenden Aufstieg die Wand.
Die Wand liegt Dank der hohen Bäume großteils im Schatten, sodass das Klettern dann auch wirklich ein Vergnügen war. Obwohl die ersten bereits um elf dem Lockruf des Sees nicht mehr widerstehen konnten, waren einige doch bis halb ein am Felsen. Dann machten sich auch die Letzten abgekämpft auf den Rückweg zum Zeltplatz.
Das von Hans und Ilse mitgebrachte Gulasch war eine willkommene Stärkung und voller Energie ging es wieder ab ins kühle Nass. Aufgrund der Temperaturen war am Nachmittag auch kaum jemand außerhalb des Wassers zu finden.
Nach dem abendlichen Grillen wurde dann wieder zweigeteilt: die Einen blieben am See, die Klettersüchtigsten gingen noch mal hoch an die Zellerwand.

Da die Temperaturen jetzt am Abend ideal waren, wurde auch bis zum Einbruch der Dunkelheit geklettert. Abgekämpft, müde, aber glücklich über den super Tag haben wir den Abend noch gemeinsam ausklingen lassen.
Bei Sternenhimmel und Windstille ging es dann ab in die Zelte.
Mitten in der Nacht wurden dann die meisten (früher oder später) von einem kurzen, aber heftigen Sturm geweckt. Die Pavillons hatten bereits einen Abflug gemacht und mussten leicht verbogen bis ganz kaputt wieder aus der Botanik rausgezogen werden. Nachdem die Pavillons und die Badesachen von der Wäscheleine sicher verstaut waren, verkrochen wir uns wieder in den Zelten. Gott sei Dank sind wir von einem Gewitter verschont geblieben.


Am Sonntagmorgen lachte dann beim Frühstück schon wieder die Sonne. Da niemand so richtig in die Gänge kam, wurde lange und ausgiebig gefrühstückt. Nach dem gemütlichen Abbauen des Zeltlagers hatte eigentlich keiner mehr so richtig Lust auf Klettern, alle zogen es vor, am See zu bleiben.

Nachdem wir zu Mittag noch ein paar Pfund Spaghetti verspeist hatten, machten wir uns auf den Heimweg. Es hat auf jeden Fall allen (vom Baby bis zum Rentner) wieder Spaß gemacht, und wir hoffen, dass nächstes Jahr alle wieder dabei sind.
Euer Betreuerteam

