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Überschreitung der Kampenwand

 Alpin/Bergsteigen  Hans  23-01-2021 19:30  0  48 gelesen
Überschreitung der Kampenwand

Überschreitung der Kampenwand 15.11.2020

 Die Überschreitung der Kampenwand ist so ein Klassiker unter den Kletterrouten. Ich hatte sie schon länger im Visier (auch Hans). Am Sonntag den 15. November wars jedenfalls so weit. Um 6 Uhr morgens holte mich Michi in Kastl ab und auch die anderen Mitkletterer Hans, Erwin und Maria starteten zu dieser Zeit. Kurz nach 7 Uhr trafen Michi und ich am Parkplatz Hintergschwendt ein. Die Anderen waren auch gerade angekommen. Die Rucksäcke geschultert und los gings. Dankenswerter weise nahm Michi gleich beide Doppelseile. Auf dem Forstweg erst bis zu der kleinen Kapelle zu Unserer Lieben Frau und dann weiter geradeaus Richtung Gorialm. Dann weiter hoch und unter dem Staffelstein vorbei zum Hirschenstein mit seinem Schua.

Das soll ein Wackelstein sein, haben wir aber nicht näher inspiziert. Vom Münchner Haus gingen

wir dann über die Wiese und dann kurz durch ein Waldstück zum Anfang des Westgrates. Der Einstieg zum Torweg ist ganz rechts, dort wo der Zaun bis zur Wand reicht.

Dort trafen wir auf zwei weitere Kletterer, welche es aber nicht recht eilig hatten. So konnten wir gleich losgehen. Die erste Seillänge ist recht einfach und ließe sich problemlos auch seilfrei gehen.

Stand ist kurz vor dem Felsentor, einer mächtigen angelehnten Felsplatte.

Danach folgt aber gleich die erste knifflige Stelle. Ein abdrängender schmaler Riss führt nach oben. Leider ist hier alles poliert. Weit rechts fand sich eine kleine Zacke für meinen Schuh und weiter oben auch ein halbwegs brauchbarer Griff. Damit war diese Stelle überwunden. Die dritte Seillänge hoch zum Gipfelgrat war eine schöne Verschneidungskletterei. Oben kann man das Seil einpacken denn nun gehts einfach den Gipfelgrat nach Osten. Hier nicht zu weit gehen, schon bald kann man eine kleine Stufe absteigen und südseitig zum Fuß des Gmelchturms gehen.

Die Kante hab ich mir schon genau angeschaut. Falls ich da nochmal hinkomme werde ich sie probieren. Wir nahmen dann die danebenliegende Verschneidung. Leider wieder alles etwas glatt.

Nun gings ostseitig abseilend hinunter in die Scharte vor dem Teufelsturm. Wer da nicht hoch will kann wie auch beim Gmelchturm unten queren. Auf den 35m steckt leider nur ein Bohrhaken und dieser auch nach dem etwas kniffligen Felszacken den es zu überwinden gilt. Oben geht man kurz nach Osten zum Abseilring. Hier seilt man 25m nach Norden auf einen Absatz ab. Südseitig von obigen Felskopf mit dem Abseilring findet sich noch ein weiterer, damit könnte man in einem Zug etwa 50m in die Scharte zwischen Teufelturm und Hauptgipfel abseilen und dann nach nochmaligen 50m wäre man dann am südseitigen Wandfuss.

Nun wir seilten nach Norden ab, stiegen dann auf dem Band etwas hoch zum nächsten Abseilstand und seilten dann in die Scharte vor dem Hauptgipfel ab.

Von dort quert man einfach etwa 10 m zum Standhaken vor der steilen Verschneidung hoch zum Hauptgipfel. Diese war bei uns glücklicherweise trocken. Auf den 25 m finden sich drei Bohrhaken und zwei Normalhaken. Wobei einer der Normalhaken zu weit abseits ist (Seilreibung).

Oberhalb folgt noch eine ansteigende Querung ohne Bohrhaken. Stand mit einer Köpflschlinge.

Damit lagen die Hauptschwierigkeiten hinter uns und das Seil kam in den Rucksack. Der Grat Richtung Osten ist stellenweise recht schmal. Dann kommt noch ein 5m hoher Block den man abklettern muß. Die letzte Schwierigkeit vor dem Abstieg in die Schlechinger Scharte.

So gegen 15:30 waren wir in der Scharte. Angefangen hatten wir um etwa 10:30. Westgipfel gegen 12:00, Teufelsturm 13:30.

Mit 5 Stunden brauchten wir etwas länger als die im Topo veranschlagten 4h.

Es war auf jeden Fall eine super schöne Tour. Landschaftlich wirklich einmalig.

Der Abstieg dann runter zur Steinlingalm, um den Sulten herum und zurück auf dem Anstiegsweg.

 Schee wars wieder mal. Teilnehmer: Maria, Wolfgang, Michael, Erwin ind Hans

 

 

Berchtesgadener Hochthron 1972m Klettersteig

 Alpin/Bergsteigen  Hans  23-01-2021 19:00  0  33 gelesen
Berchtesgadener Hochthron 1972m Klettersteig

04.10.2020 Berchtesgadener Hochthron 1972m Klettersteig 

Die Schwierigkeiten liegen bei C und D, kaum einmal wird es leichter. Der Fotoquergang mit Paradeblick  

auf den Watzmann ist natürlich die bekannteste Stelle, aber auch vorher schon hat der Hochthron-Klettersteig  

mit Pfeiler und Genusswandl tolle Stellen zu bieten. Die zweite Hälfte legt bei den Schwierigkeiten etwas zu,  

sodass man sich nach dem Ausstieg am Berchtesgadener Hochthron ein kühles Getränk im nahen 

 Stöhrhaus jedenfalls verdient hat. Teilnehmer: Wolfgang, Erwin und Hans 

 

Panoramaklettertour über dem Fuschlsee

 Alpin/Bergsteigen  Hans  13-01-2021 17:40  0  57 gelesen
Panoramaklettertour über dem Fuschlsee

22.09.2020 Schober 1328m Südgrat - Panoramaklettertour über dem Fuschlsee 

Die Genussklettertour führt uns in 7 Seillängen über den Südgrat auf den Frauenkopf 1304m 

 dennoch wird die Tour im Volksmund oft Schober Südgrat bezeichnet. 

 Mit einzementierten Baustahlbügeln an den Standplätzen und Bohrhaken für die Zwischensicherungen ist die  

Tour gut abgesichert. Die Crux ist eine Platte mit einem darauffolgenden Überhang in der letzten Seillänge,  

der frei geklettert mit VII zu bewerten ist. Es sind allerdings in sehr kurzen Abständen Bolts gesetzt,  

sodass dieser gut A0 (an den Karabinern festhalten) geklettert werden kann und so  

die Gesamtschwierigkeit V- nicht überschritten wird. Teilnehmer: Erwin und Hans 

 

Bergtouren rund um die Nürnberger Hütte in den Stubaier ...

 Alpin/Bergsteigen  Hans  13-01-2021 17:20  0  64 gelesen
Bergtouren rund um die Nürnberger Hütte in den Stubaier Alpen

Nürnberger Hütte 2397m in den Stubaier Alpen - Mairspitze 2780m - Östlicher Feuerstein 3267m - Wilder Freiger 3418m und Gamsspitzl 3050m - Rotgratspitze 3100m

08.09.2020

Mairspitze 2780m von der Hüttenterrasse rechts hinauf. Nun werden die steilen Osthänge nordwärts teils recht exponiert hinaufgequert. Eine Felsrippe wird seilgesichert gequert.  

Nach längerer Querung erreichen wir eine schrofige Flankenrippe, der wir teils seilgesichert nach oben folgen.  

Nun wird kurz in die Westflanke zur Wegverzweigung hinab gekraxelt.  

Hier rechts weiter über einen schrofigen Rücken hinauf zum Gipfelkreuz der Mairspitze 2780m 
Nun folgen wir dem Steig Richtung Sulzenauhütte über die sehr steile Westflanke mehrmals seilgesichert auf eine Abflachung mit mehreren kleinen Lacken hinunter. 

Nach wenigen Geländestufen münden wir in den Stubaier Höhenweg. 

Diesem folgen wir nach links in das Kar unter dem Niederl. Vom Schartenkreuz geht’s anfangs seilgesichert zurück zur Nürnberger Hütte. 

09.09.2020

Östlicher Feuerstein 3267m von der Hütte über das Gletscherschliffgelände hinab zum Längenbach und auf einer scharfen Seitenmoräne und durch Geröllhänge hinauf zum Gletscher.  

Auf ihm bis unter das Pflerscher Hochjoch und in leichter kraxelei am blockigen Ostgrat zum Gipfelkreuz des Östlichen Feuersteins. Herrlicher Aussichtsberg am Alpenhauptkamm. 
Der Östliche Feuerstein wird häufiger von der Bremer Hütte aus bestiegen (siehe separate Beschreibung). 
Die Nürnberger Hütte bietet als Stützpunkt des beliebten Stubaier Höhenwegs aber daneben noch schöne Gipfeltouren: Mairspitze, Gamsspitzl, Wilder Freiger, Roter Grat und die Feuersteine, aber auch einen Klettergarten incl. Klettersteig. 

10.09.2020

Wilder Freiger 3418m und Gamsspitzl 3050m 

Wir wandern hinter der Hütte über plattiges Gelände und Gletscherschliffe bis zur Wegverzweigung hinauf. Es geht teilweise über gelegte Steinstufen in mehreren Kehren steil hinauf bis zur Seescharte, wo der Weg von der Sulzenauhütte einmündet. Über schönes Platten- und Blockgelände wandern wir bis zur Verzweigung Gamsspitzl/Freiger (rote Felsaufschrift). Rechts weisen rote Punkte durch das steile Blockgelände zum Nordgrat des Gamsspitzls hinauf. Unter diesem quert man südwärts und gelangt so zum blockigen Gipfelnordrücken. Über ihn einfach zu dem hölzernen Gipfelkreuz des Gamsspitzls 3050m. 

Zurück zur Abzweigung. Wir folgen dem blockig-plattigen Nordostgrat des Wilden Freigers. Eine steile Erhebung wird (kurz an glatten Platten seilgesichert) überschritten. Es folgt ein flaches, aber exponiertes Gratstück (teilweise seilgesichert) zwischen Grüblferner und Grünauferner. 

Nach einem kurzen Firnfeld wird ein Felswulst seilgesichert überwunden. Danach steuern wir über Firn oder Platten die alte Zollhütte und darüber den Signalgipfel an. 

Rechts folgen wir dem flachen Verbindungsgrat bis zum Gipfelansatz. Der grobblockige Ostgrat, der zum Gipfelkreuz 3418m hinaufleitet, ist unschwer zu erkraxeln.  

11.09.2020

Rotgratspitze 3100m, die Rote Gratspitze ist ein unbedeutender 3000er am Verbindungrat zwischen Wildem Freiger und dem Westlichen Feuerstein. 
Von der Nürnberger Hütte über Gletscherschliffe südwärts hinauf zum Freigersee und über mehrere Steilstufen in das oberste Kar unter dem Roten Grat. Links über Firnfelder und Geröll steil aufwärts zur Rote Grat Scharte (Übergang zur Teplitzer Hütte) und am einfachen Blockgratrücken Süd westwärts zum Gipfel 3100m mit kleinem Kreuz. 

Teilnehmer: Marianne, Wolfgang und Hans 

 

Bergtouren rund um die Lenkjöchlhütte in der ...

 Alpin/Bergsteigen  Hans  13-01-2021 17:00  0  63 gelesen
Bergtouren rund um die Lenkjöchlhütte in der Venedigergruppe

Rund um die Lenkjöchlhütte 2603m in Südtirol in der Venedigergruppe - Großen Rosshuf 3200m - Dreiherrnspitze 3499m - Ahrner Kopf 3051m

05.08.2020

Großen  Rosshuf 3200m

Von der Lenkjöchlhütte herüber, der uns nicht ganz einfach (die Schlüsselstelle ist mit 3 Eisenstiften dürftig gesichert, zum hinteren Umbaltörl führt.  
Es folgt ein kurzer schottriger Aufstieg nach links, bevor wir den Gletscherzustieg Richtung Dreiherrenspitze erreichen.
Nach ein paar Schneefeldern aber biegen wir schon wieder ab und suchen uns eine Route links hinauf zum Gipfel.
Man halte sich am besten in Sichtweite des Südkammes, vereinzelt haben wir sogar Steinmännlein gesehen.
Ein wenig Pfadfindergespür braucht man, und die Orientierung ist klar durch das Gipfelkreuz 3200m vorgegeben.
Die Aussicht ist grandios, unter uns das gewaltige Umbalkees, im Norden die Birnlücke und rundherum allerlei Gipfelmassen, zum Sattsehen. 

06.08.2020 

Dreiherrnspitze 3499m  

Frühmorgens steigen wir kurz am Weg ab und zweigen rechts in den Weg Richtung Hinteres Umbaltörl ab.  

Nun geht es steil und kurz etwas ausgesetzt am Westgratrücken des Ahrnerkopfs bis zur Wegverzweigung Vorderes/Hinteres Umbaltörl. Wir queren links die gesamte Nordwestflanke des Ahrnerkopfs über Firnfelder und Blockgelände bis ins Hintere Umbaltörl. Kurz vorher muss eine steile Felsrippe mithilfe von einigen Zapfen zehn Meter überklettert werden (II°). Aus dem Umbaltörl nordwärts steil auf erdigen Steigspuren und über grobe Blöcke hinauf zum Schlaitner Keesflecken unter dem Hohen Rosshuf.  

So queren wir flach Unter der Althausschneide bis zur markanten Felsrippe und steigen dahinter im Linksbogen in der Firnmulde an. Diese führt zusehends steiler, nach einer Kante kurz flacher und danach wieder gehörig steil hinauf (zuletzt 45°) zur oft überwechteten Gletscherdachkante.  

Flach geht es nordwärts weiter, wird bald wieder steiler. In einem weiten Rechtsbogen um den Eiswulst herum zum Westgrat und unter ihm im Firn zur Gipfelfelskuppe. Im gutgriffigen Felsen wird schnell und unschwer zur schönen Gipfelkreuzpyramide 3499m hinaufgeklettert.

07.08.2020

Ahrner Kopf 3051m 

Von der Lenkjöchlhütte dann auf dem ins Wiental absteigenden Zugang kurz hinab zum rechts abzweigenden, und auf diesem die Gras- und Blockhänge querend und ein gutes Stück aufsteigend zur nächsten Weg Teilung (rechts geht der Steig zum Umbaltörl), kurz weiter und auf dem rechts abzweigenden markierten Gipfelsteig an der Westflanke über Blockwerk und Geröll steil, aber unschwierig hinauf zum Gipfel 3051m 

Teilnehmer: Marianne, Wolfgang und Hans 

 

 
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