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Viele Wege führen auf den Traunstein

 Alpin/Bergsteigen  Sandra  09-11-2021 17:30  0  390 gelesen
Viele Wege führen auf den Traunstein

Am 19.9.21 ging´s für uns - Sonja, Erwin, Gottfried, Josef, Wolfgang (aus Linz) und mich - auf den Traunstein. Eine Klettertour stand auf den Plan...

Zur Info: der Parkplatz Nr.19 ist eine “Kurzparkzone“ 30€ Strafe oder mit dem Shuttlebus um ca. 10€ pro Person anreisen.
Wir haben uns unwissend für die Kurzparkzone entschieden *g*

Gut gelaunt und voller Vorfreunde wanderten wir durch zwei Tunnels zum Naturfreundesteig-Einstieg! Diesen folgten wir bis zu einer Gabelung - links abbiegen- eine Schotterrinne queren und zum Einstieg des Gmundnerweges(5SL/3c).

Dort wurde die Ausrüstung angezogen und die erste Seilschaft machte sich auf den Weg - sehr Steinschlag gefährlich!!!

Es würde auch die Möglichkeit bestehen bei der oben geschriebenen Gabelung rechts abzubiegen und von dort zu den verschiedensten Routen zu zusteigen - je nach Routenauswahl.
Am Einstieg des Südwestgrades angekommen gings für uns vier weiter nach rechts an der Wand entlang Richtung Sanduhrenparadies (5SL/4c).

Sonja & Gottfried entschieden sich für den Südwestgrad(8SL/3c).
Eine wunderschöne Kletterei mit ständigen See-/Bergblickwechsel!

Mit perfektem Kletterwetter im Rücken stiegen wir die griffige Südwestwand empor!

Am Ausstieg trafen sich die zwei Routen wieder und wir machten uns nach einer kurzen Jausen-Pause gemeinsam auf den Weg zum Abstieg, was sich anfangs etwas schwierig herausstellte - im Unwegsamen, felsigen Gelände suchten wir den Naturfreundesteig!
Dank App wurde der Steig schlussendlich gefunden.

Jetzt “nur“ noch den Naturfreundesteig absteigen.
Dieser ist aber auf keinen Fall zu unterschätzen!!! Viele Leitern und seilversicherte Passagen und immer wieder sehr abschüssiges Gelände verzeihen keinen Fehltritt!

Auch an diesem Tag flog der Rettungshubschrauber und musste eine abgestürzte Person bergen!

An der Ausstiegsstelle angekommen wurde gleich nach einer Einkehr Ausschau gehalten!
Ein gemeinsamer Abschluss bei Speis und Trank stärkt die Gemeinschaft ;o)

Sehr schön woas!

Sandra

 

Brentadurchquerung 2021

 Alpin/Bergsteigen  Gottfried  06-10-2021 11:50  0  416 gelesen
Brentadurchquerung 2021

Brentadurchquerung auf dem Bocchette Weg vom 29. August bis 2. September

Am 29. August machte sich eine kleine Gruppe mit sechs Teilnehmern auf ins Trentino, nach Madonna di Campiglio.

Die Anreise war ohne Probleme, sodass wir schon kurz vor Mittag bei der Talstation der Grostè-Seilbahn eintrafen. Für mich als Neuling im hochalpinen Gelände war es eine Tour ins Ungewisse, ich war noch nie über 2500 Meter unterwegs, und jetzt sollten es gleich fünf Tage in Höhen von 2300 bis fast 3000 Meter werden.

Mit der Seilbahn gings dann ganz gemütlich hoch auf ca. 2500 Meter zum Passo Grostè, dem Startpunkt unserer Tour. Am ersten Tag stand nur eine kleinere Tour über den Sentiero Alfredo Benini zum Refugio Tuckett auf dem Plan. Josefs unerschütterlicher Gipfelsiegdrang brachte uns aber gleich am Anfang auf eine falsche Route, und wir waren schon halb auf dem Cima Grostè als wir realisierten, dass es hier nicht zu unserer Unterkunft ging. Aber kein Problem, ein Stück zurück und den anderen Weg nehmen.
Der erste Tag war dann von den weiten Steinplateaus und der schönen Fernsicht geprägt.

Nach dieser Einstiegstour erreichten wir schließlich gegen fünf unser Refugio. Schnell Zimmer beziehen und danach die verbrauchten Elektrolyte mit einem Weizen auftanken. Nach einem ausgezeichneten Abendessen gings schließlich gegen zehn hundemüde ins Bett.

Am nächsten Morgen waren wieder alle fit, und nach einem ausgiebigen Frühstück machten wir uns auf den Weg.
Hans, Beppo und Doris nahmen den Sosat-Weg mit herrlichen Ausblicken auf die Adamello-Gruppe. Erwin, Josef und ich entschlossen uns den etwas schwierigeren Sentiero Bocchette Alte zu nehmen, ein ständiges Auf und Ab auf unzähligen ausgesetzten Leitern und schönen Querpassagen. Und nach der gefühlt fünfzigsten Leiter ist man fast schon froh, wenn man kein Eisen mehr in die Hand nehmen muss.
Aber der Weg zwischen den Türmen war super schön, ständig änderten sich die Ausblicke, zahlreiche Wolkenfetzen versteckten die Felswände oder gaben sie teilweise frei, mal konnte man hunderte Meter runter oder nach oben sehen, mal sah man keine 50 Meter weit. Ein ständiges Spiel von Felsformationen in verschiedensten Farben, von Licht und Schatten, an dem man sich nicht satt sehen kann. Unser gemeinsames Ziel für die Nacht war dann das Rifugio Alimonta.

Und am Abend wieder das gleiche Prozedere: Elektrolytverlust ausgleichen, das Abendessen genießen und müde ins Bett fallen.

Der nächste Morgen begann wieder mit strahlendem Sonnenschein, und die Adamello-Gruppe erstrahlte im Morgenlicht.
Über einen kleinen Gletscher ging es dann hoch zum Via delle Bocchette Centrale, dem berühmten Bänderklettersteig direkt ins Herz der Brenta mit der eindrucksvollen Felsnadel des Campanile Basso, die 450 m aus dem Kar ragt. Immer unterwegs auf ganz schmalen aber gut gangbaren Felsbändern, die wie in einem surrealen Bild die Felswände unterbrachen, wie mit dem Lineal gezogen. Am frühen Nachmittag gelangten wir zum nächsten Etappenziel, dem Rifugio Pedrotti-Tosa.

Und auch hier: the same procedure as every day :)

Tag 4 startete mit einem herrlichen Sonnenaufgang, und wenn man die Energie des neuen Tages mit den ersten Sonnenstrahlen so richtig aufgesogen hat, dann schmeckt das Frühstück gleich noch besser.

Frisch gestärkt starteten wir dann in die längste Tour dieses Ausfluges: Über den Sentiero Brentari und den Sentiero dell‘Ideale zum Refugio XII Apostoli. Die Tour ist geprägt von großartigen Weitblicken, dazwischen tiefe Schluchten und zahlreichen Türme, und vor allem von den beiden Gletschern.
Der Vedretta d'Ambiez bezauberte durch sein strahlendes weiß, war aber mit Gröddel keine große Herausforderung. Ganz anders wars dann schon auf dem Vedretta dei Camosci, teilweise blankes Eis, sodass die Überquerung der steilen Passagen auch mit Gröddel zur Mutprobe und Herausforderung wurde. Langsam, Schritt für Schritt, wie auf rohen Eiern kämpften wir uns auf die andere Seite durch, und glücklicherweise gab es keine Rutschpartie.

Nach einem kurzen Klettersteig erreichten wir dann ein kleines Plateau auf dem Bocca dei Camosci, auf dem wir uns ausnahmsweise mal eine längere Mittagspause gönnten. Die Herausforderungen der Tour noch im Kopf, mit Blick auf das ferne Refugio XII Apostoli, genossen wir eine kleine Brotzeit, ein Gipfelschnapserl und vor allem die wärmende Sonne und die herrliche Aussicht. Nach der Rast gings dann auf einem gemütlichen Wanderweg runter zu Refugio, wo wir am frühen Nachmittag ankamen.

Zur Begrüßung gab es dann einiges an Verwirrung, unsere Buchung wurde nicht richtig vorgemerkt bzw. storniert, und so waren eigentlich keine Betten mehr frei. Gott sei Dank hatte ich alle Überweisungsbestätigungen dabei, sodass wir das Missverständnis aufklären konnten und schnell eine Lösung für das Bettenproblem gefunden wurde. Beppo und Doris "durften" die Nacht in einem Massenlager mit entsprechender Geräuschkulisse verbringen. Die restlichen vier übernachteten in einem Notbiwak, einem zugigen Bretterverschlag, aber zumindest mit Bett, Matratze und Decken ausgestattet, und mit viel frischer Luft :)

Nach dem obligatorischen Elektrolytausgleich nach diesem Begrüßungsschock besichtigten wir noch die nahegelegene Felsenkapelle, die zur Erinnerung an drei junge Bergsteiger, die 1950 auf dem Firnfeld „dei Camosci“ tödlich verunglückten, aus dem blanken Fels herausgeschlagen wurde.

Da es unser letzter Abend in der Brenta war gingen wir diesmal auch als letzte ins Bett, nach vielen unterhaltsamen Gesprächen mit anderen Hüttenbesuchern und dem Wirt (der anscheinend auch ein wenig ein schlechtes Gewissen hatte :) )

Am Morgen begrüßte uns als erstes das Notstromaggregat, das direkt neben dem Notbiwak den neuen Tag einläutete. Nach einem sehr guten Frühstück und mit ein wenig Wehmut machten wir uns auf zur Abstiegstour, 1100 Meter hinunter ins Tal. Unser Ziel war der Lago di Valagola, wo ein Taxi bereits auf uns wartete, welches uns Ruck-Zuck zum Parkplatz der Seilbahn brachte.

Alles in Allem ein wunderschönes Erlebnis, und eins ist gewiss, ich komme wieder :)

Ein herzliches Berg frei wünscht euch
Gottfried

 

Wochenendausflug der Kletterfreaks - 23. bis 25. Juli

 Alpin/Bergsteigen  Gottfried  13-08-2021 11:00  0  362 gelesen
Wochenendausflug der Kletterfreaks - 23. bis 25. Juli

In Coronazeiten ist es nicht einfach, viele unserer Aktivitäten konnten nicht durchgeführt werden. Und so war es auch mit dem Kletterkurs Hanzing.
Beim Zeltlager der Kletterfreaks wiederum hatten wir das Problem, dass derzeit die meisten Zeltlager komplett ausgebucht sind.
Aus zwei mach eins: deshalb haben wir das Kletterwochenende der Kletterfreaks heuer in Hanzing verbracht.
Am Freitag nachmittag gings los. Um den Tag noch etwas sinnvoll zu nützen sind wir in das Kößlbachtal gefahren und haben uns bei einer kleinen Wanderung das Naturschutzgebiet angeschaut.
Da eine Brücke der Kößlbachtalrunde derzeit nicht exisitert wurde es dann auch noch gleich ein wenig abenteuerlich, weil wir den Kößlbach zu Fuß durchqueren mussten.
Den Tag ließen wir bei einem gemütlichen Grillabend bei den Naturfreunden Hanzing ausklingen.
Am Samstag morgen fuhren wir dann nach Wernstein, unser Ziel war der Inntalklettergarten in Neuburg/Inn. Der kleine feine Klettergarten bietet für alle Könnerstufen etwas und eignet sich daher super für solche Ausflüge.
Und weil das Wetter auch so toll war, hatten andere Klettergruppen auch die selbe Idee, und an den Kletterfelsen war teilweise ziemlich viel los. Aber wir Betreuer haben die Kids einfach "durchgetauscht" - ist ja egal wen ich sichere ;)
Am Nachmittag war dann logischerweise die Abseilstation wieder der absolute Burner, und Hans hing die ganze Zeit am Top und half beim Einbinden.
Am späten Nachmittag ging es dann zufrieden wieder retour nach Hanzing. Nach Spaghetti tobten sich alle bei zahlreichen Spielen noch aus, bis der erste Gewitterregen die Outdooraktivitäten beendete.
Sonntag morgen, nach den üppigen Frühstück wurde gepackt, und nochmals zum Inntalklettergarten. Bis Mittag versuchten wir uns dann mal an anderen Routen als am Samstag, in vielen kleinen Gruppen.
Zum Abschluss dieses gelungenen Wochenendes gönnten wir uns in Schärding noch eine Pizza.

Also, bis zum nächsten Mal

 

Überschreitung der Kampenwand

 Alpin/Bergsteigen  Hans  16-11-2020 17:30  0  758 gelesen
Überschreitung der Kampenwand

Überschreitung der Kampenwand 15.11.2020

 Die Überschreitung der Kampenwand ist so ein Klassiker unter den Kletterrouten. Ich hatte sie schon länger im Visier (auch Hans). Am Sonntag den 15. November wars jedenfalls so weit. Um 6 Uhr morgens holte mich Michi in Kastl ab und auch die anderen Mitkletterer Hans, Erwin und Maria starteten zu dieser Zeit. Kurz nach 7 Uhr trafen Michi und ich am Parkplatz Hintergschwendt ein. Die Anderen waren auch gerade angekommen. Die Rucksäcke geschultert und los gings. Dankenswerter weise nahm Michi gleich beide Doppelseile. Auf dem Forstweg erst bis zu der kleinen Kapelle zu Unserer Lieben Frau und dann weiter geradeaus Richtung Gorialm. Dann weiter hoch und unter dem Staffelstein vorbei zum Hirschenstein mit seinem Schua.

Das soll ein Wackelstein sein, haben wir aber nicht näher inspiziert. Vom Münchner Haus gingen

wir dann über die Wiese und dann kurz durch ein Waldstück zum Anfang des Westgrates. Der Einstieg zum Torweg ist ganz rechts, dort wo der Zaun bis zur Wand reicht.

Dort trafen wir auf zwei weitere Kletterer, welche es aber nicht recht eilig hatten. So konnten wir gleich losgehen. Die erste Seillänge ist recht einfach und ließe sich problemlos auch seilfrei gehen.

Stand ist kurz vor dem Felsentor, einer mächtigen angelehnten Felsplatte.

Danach folgt aber gleich die erste knifflige Stelle. Ein abdrängender schmaler Riss führt nach oben. Leider ist hier alles poliert. Weit rechts fand sich eine kleine Zacke für meinen Schuh und weiter oben auch ein halbwegs brauchbarer Griff. Damit war diese Stelle überwunden. Die dritte Seillänge hoch zum Gipfelgrat war eine schöne Verschneidungskletterei. Oben kann man das Seil einpacken denn nun gehts einfach den Gipfelgrat nach Osten. Hier nicht zu weit gehen, schon bald kann man eine kleine Stufe absteigen und südseitig zum Fuß des Gmelchturms gehen.

Die Kante hab ich mir schon genau angeschaut. Falls ich da nochmal hinkomme werde ich sie probieren. Wir nahmen dann die danebenliegende Verschneidung. Leider wieder alles etwas glatt.

Nun gings ostseitig abseilend hinunter in die Scharte vor dem Teufelsturm. Wer da nicht hoch will kann wie auch beim Gmelchturm unten queren. Auf den 35m steckt leider nur ein Bohrhaken und dieser auch nach dem etwas kniffligen Felszacken den es zu überwinden gilt. Oben geht man kurz nach Osten zum Abseilring. Hier seilt man 25m nach Norden auf einen Absatz ab. Südseitig von obigen Felskopf mit dem Abseilring findet sich noch ein weiterer, damit könnte man in einem Zug etwa 50m in die Scharte zwischen Teufelturm und Hauptgipfel abseilen und dann nach nochmaligen 50m wäre man dann am südseitigen Wandfuss.

Nun wir seilten nach Norden ab, stiegen dann auf dem Band etwas hoch zum nächsten Abseilstand und seilten dann in die Scharte vor dem Hauptgipfel ab.

Von dort quert man einfach etwa 10 m zum Standhaken vor der steilen Verschneidung hoch zum Hauptgipfel. Diese war bei uns glücklicherweise trocken. Auf den 25 m finden sich drei Bohrhaken und zwei Normalhaken. Wobei einer der Normalhaken zu weit abseits ist (Seilreibung).

Oberhalb folgt noch eine ansteigende Querung ohne Bohrhaken. Stand mit einer Köpflschlinge.

Damit lagen die Hauptschwierigkeiten hinter uns und das Seil kam in den Rucksack. Der Grat Richtung Osten ist stellenweise recht schmal. Dann kommt noch ein 5m hoher Block den man abklettern muß. Die letzte Schwierigkeit vor dem Abstieg in die Schlechinger Scharte.

So gegen 15:30 waren wir in der Scharte. Angefangen hatten wir um etwa 10:30. Westgipfel gegen 12:00, Teufelsturm 13:30.

Mit 5 Stunden brauchten wir etwas länger als die im Topo veranschlagten 4h.

Es war auf jeden Fall eine super schöne Tour. Landschaftlich wirklich einmalig.

Der Abstieg dann runter zur Steinlingalm, um den Sulten herum und zurück auf dem Anstiegsweg.

 Schee wars wieder mal. Teilnehmer: Maria, Wolfgang, Michael, Erwin ind Hans

 

 

Berchtesgadener Hochthron 1972m Klettersteig

 Alpin/Bergsteigen  Hans  05-10-2020 17:00  0  438 gelesen
Berchtesgadener Hochthron 1972m Klettersteig

04.10.2020 Berchtesgadener Hochthron 1972m Klettersteig 

Die Schwierigkeiten liegen bei C und D, kaum einmal wird es leichter. Der Fotoquergang mit Paradeblick  

auf den Watzmann ist natürlich die bekannteste Stelle, aber auch vorher schon hat der Hochthron-Klettersteig  

mit Pfeiler und Genusswandl tolle Stellen zu bieten. Die zweite Hälfte legt bei den Schwierigkeiten etwas zu,  

sodass man sich nach dem Ausstieg am Berchtesgadener Hochthron ein kühles Getränk im nahen 

 Stöhrhaus jedenfalls verdient hat. Teilnehmer: Wolfgang, Erwin und Hans 

 
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