Unsere erste Radtour diesen Jahres führt uns ins Bayernland – genauer gesagt zum Schellenberg bei Simbach/Inn. Für Samstag steht die Tour mit ca. 70 km im Jahresprogramm – der heißeste Tag des Jahres laut Wettervorhersage. Wir verschieben, aber nicht deshalb, die Tour auf Sonntag – da haben mehr Zeit. Das ist jedoch ein Trugschluss. Sonntag früh, leider nicht mehr so strahlend schönes Wetter wie am Vortag, machen wir uns zu acht auf den Weg nach Burghausen mit kleiner Stadtrundfahrt über die Napoleonshöhe, entlang dem Wöhrsee hinauf in die Neustadt und durch den Stadtpark – etwas “sightseeing” für unsere Freunde aus Ried im Innkreis. | ![]() |

Über Haiming und Niedergottsau, hier überqueren wir den Inn, fahren wir an der Inntrasse entlang über Julbach nach Simbach und auf der kürzesten, aber steilen Auffahrt von Kirchberg zum Schellenberghaus auf knapp 520 m Seehöhe.
Von hier aus hat man bei klarem Wetter eine fantastische Aussicht nach Süden über das Alpenvorland bis zu den Bergketten am Horizont, heute jedoch mit etwas eingeschränkter Sicht. Wir machen ordentlich Pause, haben wir uns nach der schweißtreibenden Auffahrt auch redlich verdient.
Für den Rückweg wählen wir eine “Wandervariante” etwas abseits der Auffahrtroute – gelangen jedoch wohlbehalten am frühen Nachmittag nach Simbach. Wir übersetzen den Inn, queren den Stadtplatz von Braunau und halten uns am Tauernradweg flussaufwärts am Inn.
Kaffeezeit ist, sagt die Mehrheit, also kehren wir nochmals ein. Im “Schanigarten” von “Putschers Einkehr” sind wir bestens aufgehoben.


Die noch anstehenden knapp 20 km bewältigen wir wie nichts, wen wundert´s bei der zurückliegenden Versorgung und der schon wieder angesagten Rast am Inn-Salzach-Blick.
Leider macht sich die Sonne seit den Mittagsstunden rar – kann man nichts machen – unserer Stimmung tut dies keinen Abbruch.
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Wir „stürmen“ gleich zu Beginn in Burghausen die „Welt längste Burg“ und freuen uns über die noch fast leeren Burghöfe - wie wird es wohl in wenigen Stunden wieder rundgehen bei dem zu erwartenden Besucherandrang. Quer durch die Parkanlagen der Neustadt erreichen wir den Wanderweg am Fuß des Hechenbergs, der unschwer, jedoch stetig ansteigend hinauf zur Kümmerniskapelle führt.

Eine offene Tür lädt ein zum Besuch – es ist ja auch Sonntag und so ist eine kurze Andacht sicher angebracht.
Weiter geht es durch lichten Nadel- und Laubwald leicht bergab Richtung Nordwesten nach Lengthal. Am Waldrand erregt eine nicht alltäglich vorzufindende Baumruine mit ihren „Gästen“, zahlreichen Stockschwämmen, unsere Aufmerksamkeit.
Entlang dem Talgrund, der einst als Umfahrung der Burghauser Neustadt für heftige Debatten sorgte, wandern wir meist weglos, ohne dass uns auch nur eine Menschenseele begegnet, durch eine Solaranlage hinauf nach Gumpersberg und wieder runter, wo wir auf die Fahrstraße von Burghausen nach Mehring treffen.
Im Sportheim haben wir zu Mittag reserviert – die reichthaltige Speisekarte erfüllt alle Wünsche. Der ärgste Durst ist bald gelöscht, mit dem Hunger ist das so seine Sache – für den einen eher, den anderen später, kommt die Erlösung - letztendlich kommt jeder auf seine Rechnung.



Nach einer ausgiebigen Rast machen wir uns bei mittlerweile sommerlichen Temperaturen auf den Rückweg quer durch den Ort. Erst entlang der Straße, dann zweigen wir ab auf einen Feldweg, der uns zu unserer letzten Steigung am äußersten Westrand des Hechenberges führt. Wir wandern am Waldrand, vorbei an zahlreichen Bienenhäusern, entlang über Unghausen und das Neubaugebiet am Stadtrand von Burghausen. Durch die Neustadt, hier ist verkaufsoffener Sonntag und damit „Ramba Zamba“ an allen Ecken und Enden, und den alten Hofberg am Burghang erreichen wir die Altstadt und damit den Ausgangspunkt unserer Wanderung.

Die letzten Sonnenstrahlen laden uns ein, im randvollen Biergarten beim „Augustiner“ Platz zu nehmen - geht auch nur, weil uns Wegbegleiter diesen aufgehoben haben. Wir stärken uns mit entsprechend isotonischen Getränken, lassen das Zurückliegende Revue passieren, freuen uns über die Fröhlichkeit, die diese sommerlichen Temperaturen bei den Menschen auslösen und genießen den Feierabend.
Bis zum nächsten Jahr - „Berg frei“
Familienwanderung auf die Kneifelspitze am Sonntag, 15. Januar 2012
Wir sind, trotz der positiven Wetteraussichten für das Wochenende, “nur” vier, die sich an der ersten Tour unseres Vereinsjahres beteiligen.
Um 09.00 Uhr geht´s von zuhause los – um halb elf sind wir auf den Beinen, um vom Parkplatz bei der Kirche in Maria Gern aus die Kneifelspitze bei Berchtesgaden zu erklimmen.
Die erste Erkenntnis “Berggaststätte Paulushütte geschlossen“ steht innerhalb weniger Meter Wanderstrecke gleich vier mal zu lesen – eine nicht gerade ermutigende Info – sind wir doch von der bodenständigen Bewirtung bei der Gipfelrast ausgegangen.
Nichtsdestotrotz wandern wir auf schmalen, gut ausgetreten Pfaden über den längeren Anstieg und die Aussicht “Marxenhöhe” Richtung Gipfel.
Nach gut 1 ½ Std. erreichen wir, mittlerweile bei knietiefem Schnee, hätten wir nicht den gespurten Weg, die Gaststätte und damit auch die höchste Stelle mit dem Gipfelkreuz auf 1189 m.
Eine beeindruckendende Aussicht nach Süden läßt uns den Umstand der geschlossenen Gipfelwirtschaft leichter ertragen – nützt nicht´s – wir haben´s ja gewusst, zumindest seit unserem Aufbruch. Auch die Sonne, beim Auf- und Abstieg unser ständiger Begleiter, nimmt sich für die Zeit der Gipfelrast eine kurze Auszeit.
Nach einer ausgiebigen Pause, man weiß ja, was man seinem Körper schuldig ist, geht´s zurück über den Aufstiegsweg bis zur Abzweigung Richtung Lauchlehen. Hier hinunter, etwas kürzer dafür steiler als der Aufstieg, erreichen wir wieder die Kirche in Maria Gern.
Dort genehmigen wir uns einen Einkehrschwung beim “Kirchenwirt” - hier heißt er zwar anders – einkehren ist jedoch genau so gut, wie bei den “renomierten Wirten bei der Kirche”.
Wir nehmen Abschied vom “Berchtesgadner Land” und erfreuen uns bei der Rückfahrt über die tiefstehende Sonne, die um diese Tageszeit die Landschaft in ein angenehmes, reizvolles Streiflicht taucht.
Nicht die Anzahl der Teilnehmer entscheidet über den Erfolg – einzig die Einstellung gibt dem Vorhaben eine Chance auf ein gelungenes Erlebnis.
„Berg frei“
Bergandacht am Hochgründeck 1827 m
Sonntag, 25.September 2011
Auch dieses Jahr bleiben wir der Tradition verbunden – die Gebietsgruppe Innviertel West organisiert eine Bergandacht – dieses Mal an einem ganz außergewöhnlichen Ort.
Die St. Vinzenz Friedenskirche am Hochgründeck lädt geradezu ein, hier eine Feierstunde mit Gleichgesinnten abzuhalten.
Wir haben das Glück des Tüchtigen – bei strahlendem, wolkenlosen Spätsommerwetter können die zahlreichen Bergfreunde den bequemen, ostseitigen Anstieg von der Klammalm (1258m), Auffahrt über Hüttau, entlang dem „Meditationsweg“ in gut eineinhalb Stunden genießen.
Weiter und auch mühsamer, weil steiler, sind der nordseitige Anstieg von Bischofshofen und der südseitig gelegene „Musikantenweg“ von der Ginau hinauf zum Heinrich-Kiener-Haus auf 1792 m Seehöhe. Für diejenigen, die zu Fuß diese Wegstrecken nicht mehr bewältigen können, haben wir ein Taxi bestellt, welches nach abenteuerlicher Fahrt in einer knappen halben Stunde an die tausend Höhenmeter von Wagrein herauf überwindet.
Das Hochburg-Acher Bläser Quartett, insgesamt sind es neun Mann und einige Wanderer haben sich schon am Samstag auf der Hütte eingenistet und verbringen einen feuchtfröhlichen Abend bei bester Stimmung.
Der vorgesehene Beginn um 11.00 Uhr wird etwas nach hinten verschoben, damit auch die etwas verspäteten an der Andacht teilnehmen können.
Nach einem Musikstück zur Einleitung erklärt uns Hermann Hinterhölzl, der Hüttenwirt und Mitinitiator des St.Rupert Pilgerweges von St.Gilgen nach Bischofshofen in einem interessanten Vortrag die Vorgänge rund um die Entstehung der St. Vinzenz Friedenskirche und die Attraktivität der Schutzhütte in Bezug auf Umweltverträglichkeit.
Diakon Josef Schwanninger gestaltet die Andacht in gewohnter einfühlsamer Weise - Beiträge, die zum sorgsamen Nachdenken anregen und musikalische Darbietungen runden den Gesamteindruck wohltuend ab.
Mehr als 150 Anwesende aus insgesamt zehn OG und zahlreiche Gäste erleben eine beeindruckende Feierstunde unter freiem Himmel.
Wer nicht schon vorher am nahegelegen, kaum eine Viertelstunde entfernten Gipfel des Hochgründeck war, nimmt sich jetzt die Zeit und genießt den geradezu perfekten 360 ° Rundumblick auf die Bergwelt des Salzburger Pongaus. Von hier oben scheinen die Gipfel der umliegenden 3000er zum Greifen nah und die weit entfernten schneebedeckten Hohen Tauern, mit ihren höchsten Erhebungen Österreichs, leuchten majestätisch am Horizont unter einem tiefblauen Firmament - es ist „Kaiserwetter“.
Ein Großteil der Wanderer läßt sich anschließend auf der Sonnenterrasse der Hochgründeckhütte, so der alte Name des Heinrich-Kiener-Hauses, vom Hüttenwirt und seinen Helfern nach Herzenslust mit Speis´ und Trank verwöhnen.
Die Bläsergruppe gibt ihr bestes und trägt maßgeblich zum Unterhaltungswert der Veranstaltung bei.
Wenn´s am schönsten ist sollte man aufhören – nein, ganz entgegen diesem Motto brechen wir erst am späten Nachmittag Richtung Tal auf und beschließen diesen unvergeßlichen Tag mit einem „Berg frei“.
Ein herzliches „Dankeschön“ gilt unserem Hans für die vorbildliche Organisation der Bergandacht und allen Mitwirkenden für die gelungene Ausrichtung – mögen die positiven Eindrücke noch lange anhalten und eine Wiederholung im kommenden Jahr unter ähnlichen Bedingungen gelingen.
Eine Wiederholung unserer Radtour aus dem Jahr 2000 entlang dem Tauern- und Donauradweg sollte es nicht werden – höchstens eine Neuauflage, was uns über Berg und Tal quer durch Ostösterreich auch prima gelungen ist.
Samstag, 28. Mai – elf Radler machen sich ab Mittag – ein leichter Dauerregen verzögert den geplanten Aufbruch am Morgen - auf den Weg Richtung Wien.
| Start ist in Mettmach um 15.00 Nachmittag bei wolkenverhangenem Himmel – die erste Etappe bringt uns nach Eberschwang - hier treffen wir uns mit Freunden aus der Gegend um Ried. Nach einer kurzen Pause geht es bei leichtem Nieselregen über den „Tanzboden“ im Hausruck Richtung Schwanenstadt, wo wir in Kaufing bei mittlerweile Sonnenschein in einem gemütlichen Landgasthaus unseren Radtag nach ungefähr 50 km ausklingen lassen. |
| Sonntag, 29. Mai – ein wolkenloser Himmel begleitet uns den ganzen Tag über auf unserer Route am Traunradweg entlang der Ager und der Traun bis Wels, wo wir nach Süden auf den Voralpenweg wechseln und über Kremsmünster (Mittagspause und kurzer Besuch der Klosteranlage) und Bad Hall auf den Steyrtalweg treffen, der uns in weiterer Folge über Berg und Tal nach Steyr führt. Nach einer ausgiebigen Rast am Stadtplatz geht es weiter entlang der Ober- bzw. Niederösterreichischen Grenze hinauf nach Maria Neustift und wieder hinunter zu unserem Quartier am Ferienhof „Pfaffenlehen“. Hier können wir uns nach dieser doch schweren Etappe und etwas über 100 km Fahrstrecke bei urgemütlicher Gastfreundschaft der Familie Buchschachner redlich erholen. | |
Montag, 30. Mai – das Wetter meint es gut mit uns, bei strahlendem Sonnenschein und noch angenehmen Morgentemperaturen erklimmen wir den „Neustifter Sattel“, um nach einer rasanten Abfahrt in Waidhofen den Ybbstalradweg in Richtung Süden einzuschlagen. Diesen fahren wir entlang nach Ybbsitz (kurze Rast) und weiter durch das kleine Ybbstal Richtung Kienberg bei Gaming. Hier geht’s entlang der Erlauf gemütlich weiter nach Scheibbs zur wohlverdienten Mittagsrast.
Am frühen Nachmittag müssen wir bei hochstehender Sonne den kurzen, jedoch sehr steilen Anstieg am Fusse der Ruine Blasenstein überwinden – mit vereinten Kräften geht es weiter Richtung Osten über St. Georgen an der Leys, Texing und die „Wetterlucke“ nach Rabenstein an der Pielach. Am „Karhof“ der Familie Egger erfahren wir nach wiederum knapp 100 zurückgelegten Radkilometern abermals die Herzlichkeit beim „Urlaub am Bauernhof“.
Dienstag, 31. Mai – noch so ein schöner Morgen, wir radeln ein Stück entlang der Pielach und queren nach Osten über das Schindeleck nach Wilhelmsburg südlich St. Pölten, wo wir dem Traisental flussaufwärts folgen und östlich ins Gölsental abzweigen, das uns über St. Veit (Kaffeepause) nach Hainfeld führt. Hier folgen wir dem Gölsentalradweg stetig ansteigend in die Ramsau, zweigen scharf links ab (zwei haben dies übersehen und machen eine ordentliche Sondereinlage) und erklimmen nach gehöriger Anstrengung eine Höhe von etwas über 700 m Meereshöhe. Am Fuße der Araburg geht es rasant hinab ins Triestingtal und dem gleichnamigen Radweg entlang nach Weissenbach (verspätete Mittagsrast) bis Berndorf, wo wir uns im „Bärenschlößl“ einquartiert haben. Wir verabschieden zwei Radspezl´n nach Hause und beschließen den heutigen Tag in einem „aufregenden“ Gastgarten an einer vielbefahrenen Straßenkreuzung nach knapp 80 km Tagesetappe, die letzte mit „grimmigen Bergetappen“ aber auch „genussvollen Abfahrten“.
Mittwoch, 01. Juni – heute morgen beim Frühstück ist bedeckter, wolkenverhangener Himmel, dies tut der Stimmung, Gott sei dank, keinen Abbruch und so machen wir uns nach einer kurzen Stadtrundfahrt auf Richtung Osten und treffen hinter Leobersdorf auf den Thermenradweg, der uns nach Norden führt. In Bad Vöslau, mittlerweile hat die Sonne wieder die Oberhand gewonnen, werden wir von Erwin Drexler und Erich Slais erwartet, Wiener Naturfreunde, die sich angeboten haben, mit uns Wien und seine nächste Umgebung mit dem Rad zu erkunden. Wir radeln entlang dem Wiener-Neustädter Kanal, machen Rast mit Weinkellerbesichtigung in einem eindrucksvollen Heurige n und besichtigen eine gepflegte Gärtnerei,die auf den Vertrieb von winterharten Palmen und artverwandten Gewächsen spezialisiert ist. Nach einer Rast am „Highway“Nähe Vösendorf „betreten“ wir Wiener Stadtgebiet und durchqueren die Stadt von Süd nach Nord zu unserem Ziel, dem Jugendgästehaus Wien-Brigittenau an der Floridsdorfer Brücke.
Abends treffen wir uns mit Erwin, um mit der „Öffis“ - Bus und Straßenbahn - auf den Kahlenberg zu fahren. Mit eindrucksvollen Bildern der nächtlichen Stadt Wien und dem anschließenden Besuch eines traditionellen Heurigen in Grinzing geht unser Tag nach ca. 70 km Radfahrstrecke zu Ende.
Donnerstag, 02. Juni = Christi Himmelfahrt – heute hat sich die Sonne eine „Auszeit“ genommen. Zusammen mit Hermann, der gestern abend zu uns gestossen ist, erkunden wir mit Erwin und Uli, einer profunden Wienkennerin bekannte, aber auch weniger „wichtige“ Sehenswürdigkeiten in der Innenstadt – der Feiertag hat den Vorteil eines geringeren Verkehrsaufkommens und so können wir die geplante Route „in Wien“ durchaus bewältigen und den interessanten Erklärungen unserer beiden „Guide´s“ folgen.
Am Spätnachmittag, die Sonne hat die Wolken aufgelöst, beenden wir unsere „sightseeing-tour“ und verabschieden unsere beiden Begleiter. Vom Quartier aus fahren wir mit der S- bzw. U-Bahn zum öffentlichen Konzert der Wiener Philharmoniker, welches vor Schloss Schönbrunn aufgeführt wird. Ein beeindruckendes Erlebnis in grandioser Kulisse.
Freitag, 03. Juni – Sonnenschein bei wolkenlosem Himmel läßt uns die Tour „um Wien herum“ in Begleitung von Erich und zwei „Neuen“, Grete und Hans, erwartungsvoll beginnen, steht doch eine Besichtigung des Einlaufbauwerks an der „Neuen Donau“ am Programm. Weiter geht die Fahrt erst entlang dem Marchfeldkanal bevor wir in Stammersdorf Richtung Norden auf den Eisenbahn-Nostalgie-Radweg „Dampfross & Drahtesel“ wechseln. Diese alte, größtenteils ebene Eisenbahntrasse führt uns vorbei an Windkraftanlagen über Großebersdorf - hier verweilen wir zu Mittag in einem schattigen Gastgarten - bis nach Pillichsdorf. Weiter Richtung Südosten gelangen wir über Strasshof bis nach Rasdorf, wo ein kurzer, aber heftiger Gewitterschauer unserer Radtour eine kleine Unterbrechung beschert. Frisch gestärkt legen wir die letzten Kilometer in zwei Gruppen zurück – die „Mutigen“ per Fahrrad wie zuvor, die „auf Nummer Sicher“ gehenden zuerst per Bahn und die letzten Meter der Donau entlang – ein fast zeitgleiches Eintreffen im Quartier ist rein zufällig und doch erstaunlich. Der abendliche „Ausritt“ per Straßenbahn führt uns von der Endstation in Stammersdorf in einen „einheimischen“ Heurigen, wo wir die Ereignisse der letzten Tage Revue passieren lassen. Das „Betthupferl“ in Form eines kühlen Getränkes genehmigen wir uns in einem nahegelegenen Wettbüro – solch eine Möglichkeit haben wir schließlich zuhause nicht.
Samstag, 04. Juni – Wetter wie gestern früh - wir radeln unter der Führung von Erich am Donaukanal entlang zum Stephansdom, wo wir über die 337 Stufen die Turmstube erklimmen, um Wien „auf´s Dach zu schauen“. Weiter über die Sehenswürdigkeiten um Friedensreich Hundertwasser geht es ins Alberner Hafengelände, wo wir nach der Rast in einem „Insiderlokal“ den „Friedhof der Namenlosen“ aufsuchen und anschließend den riesigen Zentralfriedhof mit seinen Kuriositäten durchqueren. Den Rückweg wählen wir über die Donauinsel, ein gepflegtes Naherholungsgebiet des gestressten Wieners, und bekannt für seine „rauchende Meile“, der Treffpunkt all jener ohne eigenes Gartengrundstück.
Wir besuchen die Kaisermühlner Naturfreunde, die ein Strandhaus an einem idyllischen Platzerl der Alten Donau gegenüber dem traditionsträchtigen Badestrand des „Gänsehäufels“ betreiben. Nach einem ausgiebigen „Plauscherl“ zwischen Gleichgesinnten und einer ordentlichen Bewirtung geht’s über die Reichsbrücke zurück nach Hause. Der für den Abend geplante Besuch des Wiener Praters muss aufgrund eines hereinbrechenden Unwetters aufgeschoben werden – wir verbringen die Unbilden des Hagelschauers in einer Straßenbahngarnitur der ersten Generation - die Hagelschlossen erzeugen einen ohrenbetäubenden Lärm und die extremen Temperaturunterschiede lassen die Einfachverglasung der Wagons milchglasählich beschlagen – eine Sicht nach draußen bzw. Aussteigen ist unmöglich. Während des Abendessens beruhigt sich die Wetterlage und wir besuchen zum Abschluss unseres Aufenthaltes in Wien noch den nächtlichen Prater, wo sich der eine oder die andere noch von den „rasanten Angeboten“ der Fahrgeschäfte verführen lässt.
Sonntag, 05. Juni – der Tag der Heimreise – wieder ein strahlend schöner Morgen. Unser konditionsstärkster, gleichzeitig auch ältester Teilnehmer wählt den Landweg entlang der Donau für seine Heimreise – wir wünschen ihm viel Glück und beständiges Schönwetter. Erich lässt es sich nicht nehmen und begleitet den Rest der Wienfahrer auch noch zum Westbahnhof. Wir nehmen Abschied von der „Wienerstadt“, bedanken uns für seine Hilfsbereitschaft und begeben uns in die Obhut der ÖBB, die uns erst im Eilzugtempo und anschließend mit gemütlichen Regionalzügen zurück in UNSER Innviertel befördert. Leicht bepackt, das schwere Gepäck während der Fahrt nach Wien und die Klamotten für Wien nehmen uns die Autofahrer mit nach Hause, geht´s nach einer gemeinsamen Einkehr in einem schattigen Gastgarten in Haselbach an die letzten Kilometer.
Unsere Radtour war ein ereignisreiches, aber auch anstrengendes Erlebnis – nicht zuletzt aufgrund der „Teamfähigkeit“ jedes einzelnen Teilnehmers konnte das Vorhaben erfolgreich durchgeführt werden.
Ich danke allen „Mitwirkenden“ für das Vertrauen und die Bereitschaft, gemeinsam an einem Strang zu ziehen – nur so können solche Aktivitäten zum Erfolg führen.
Berg frei
Kurt