Bergandacht am Hochgründeck 1827 m
Sonntag, 25.September 2011
Auch dieses Jahr bleiben wir der Tradition verbunden – die Gebietsgruppe Innviertel West organisiert eine Bergandacht – dieses Mal an einem ganz außergewöhnlichen Ort.
Die St. Vinzenz Friedenskirche am Hochgründeck lädt geradezu ein, hier eine Feierstunde mit Gleichgesinnten abzuhalten.
Wir haben das Glück des Tüchtigen – bei strahlendem, wolkenlosen Spätsommerwetter können die zahlreichen Bergfreunde den bequemen, ostseitigen Anstieg von der Klammalm (1258m), Auffahrt über Hüttau, entlang dem „Meditationsweg“ in gut eineinhalb Stunden genießen.
Weiter und auch mühsamer, weil steiler, sind der nordseitige Anstieg von Bischofshofen und der südseitig gelegene „Musikantenweg“ von der Ginau hinauf zum Heinrich-Kiener-Haus auf 1792 m Seehöhe. Für diejenigen, die zu Fuß diese Wegstrecken nicht mehr bewältigen können, haben wir ein Taxi bestellt, welches nach abenteuerlicher Fahrt in einer knappen halben Stunde an die tausend Höhenmeter von Wagrein herauf überwindet.
Das Hochburg-Acher Bläser Quartett, insgesamt sind es neun Mann und einige Wanderer haben sich schon am Samstag auf der Hütte eingenistet und verbringen einen feuchtfröhlichen Abend bei bester Stimmung.
Der vorgesehene Beginn um 11.00 Uhr wird etwas nach hinten verschoben, damit auch die etwas verspäteten an der Andacht teilnehmen können.
Nach einem Musikstück zur Einleitung erklärt uns Hermann Hinterhölzl, der Hüttenwirt und Mitinitiator des St.Rupert Pilgerweges von St.Gilgen nach Bischofshofen in einem interessanten Vortrag die Vorgänge rund um die Entstehung der St. Vinzenz Friedenskirche und die Attraktivität der Schutzhütte in Bezug auf Umweltverträglichkeit.
Diakon Josef Schwanninger gestaltet die Andacht in gewohnter einfühlsamer Weise - Beiträge, die zum sorgsamen Nachdenken anregen und musikalische Darbietungen runden den Gesamteindruck wohltuend ab.
Mehr als 150 Anwesende aus insgesamt zehn OG und zahlreiche Gäste erleben eine beeindruckende Feierstunde unter freiem Himmel.
Wer nicht schon vorher am nahegelegen, kaum eine Viertelstunde entfernten Gipfel des Hochgründeck war, nimmt sich jetzt die Zeit und genießt den geradezu perfekten 360 ° Rundumblick auf die Bergwelt des Salzburger Pongaus. Von hier oben scheinen die Gipfel der umliegenden 3000er zum Greifen nah und die weit entfernten schneebedeckten Hohen Tauern, mit ihren höchsten Erhebungen Österreichs, leuchten majestätisch am Horizont unter einem tiefblauen Firmament - es ist „Kaiserwetter“.
Ein Großteil der Wanderer läßt sich anschließend auf der Sonnenterrasse der Hochgründeckhütte, so der alte Name des Heinrich-Kiener-Hauses, vom Hüttenwirt und seinen Helfern nach Herzenslust mit Speis´ und Trank verwöhnen.
Die Bläsergruppe gibt ihr bestes und trägt maßgeblich zum Unterhaltungswert der Veranstaltung bei.
Wenn´s am schönsten ist sollte man aufhören – nein, ganz entgegen diesem Motto brechen wir erst am späten Nachmittag Richtung Tal auf und beschließen diesen unvergeßlichen Tag mit einem „Berg frei“.
Ein herzliches „Dankeschön“ gilt unserem Hans für die vorbildliche Organisation der Bergandacht und allen Mitwirkenden für die gelungene Ausrichtung – mögen die positiven Eindrücke noch lange anhalten und eine Wiederholung im kommenden Jahr unter ähnlichen Bedingungen gelingen.
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