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Wir „stürmen“ gleich zu Beginn in Burghausen die „Welt längste Burg“ und freuen uns über die noch fast leeren Burghöfe - wie wird es wohl in wenigen Stunden wieder rundgehen bei dem zu erwartenden Besucherandrang. Quer durch die Parkanlagen der Neustadt erreichen wir den Wanderweg am Fuß des Hechenbergs, der unschwer, jedoch stetig ansteigend hinauf zur Kümmerniskapelle führt.

Eine offene Tür lädt ein zum Besuch – es ist ja auch Sonntag und so ist eine kurze Andacht sicher angebracht.
Weiter geht es durch lichten Nadel- und Laubwald leicht bergab Richtung Nordwesten nach Lengthal. Am Waldrand erregt eine nicht alltäglich vorzufindende Baumruine mit ihren „Gästen“, zahlreichen Stockschwämmen, unsere Aufmerksamkeit.
Entlang dem Talgrund, der einst als Umfahrung der Burghauser Neustadt für heftige Debatten sorgte, wandern wir meist weglos, ohne dass uns auch nur eine Menschenseele begegnet, durch eine Solaranlage hinauf nach Gumpersberg und wieder runter, wo wir auf die Fahrstraße von Burghausen nach Mehring treffen.
Im Sportheim haben wir zu Mittag reserviert – die reichthaltige Speisekarte erfüllt alle Wünsche. Der ärgste Durst ist bald gelöscht, mit dem Hunger ist das so seine Sache – für den einen eher, den anderen später, kommt die Erlösung - letztendlich kommt jeder auf seine Rechnung.



Nach einer ausgiebigen Rast machen wir uns bei mittlerweile sommerlichen Temperaturen auf den Rückweg quer durch den Ort. Erst entlang der Straße, dann zweigen wir ab auf einen Feldweg, der uns zu unserer letzten Steigung am äußersten Westrand des Hechenberges führt. Wir wandern am Waldrand, vorbei an zahlreichen Bienenhäusern, entlang über Unghausen und das Neubaugebiet am Stadtrand von Burghausen. Durch die Neustadt, hier ist verkaufsoffener Sonntag und damit „Ramba Zamba“ an allen Ecken und Enden, und den alten Hofberg am Burghang erreichen wir die Altstadt und damit den Ausgangspunkt unserer Wanderung.

Die letzten Sonnenstrahlen laden uns ein, im randvollen Biergarten beim „Augustiner“ Platz zu nehmen - geht auch nur, weil uns Wegbegleiter diesen aufgehoben haben. Wir stärken uns mit entsprechend isotonischen Getränken, lassen das Zurückliegende Revue passieren, freuen uns über die Fröhlichkeit, die diese sommerlichen Temperaturen bei den Menschen auslösen und genießen den Feierabend.
Bis zum nächsten Jahr - „Berg frei“
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