2 Auf einen Streich Hochvernagtspitze 3535 m und Fluchtkogel 3497m
| Sonntag, kühl – wolkenverhangen und teilweise regnerisch, ideales Anreisewetter da wir wussten die Tage darauf werden wieder heiß bis 35 C. Da es uns so im Auto gefallen hatte nahmen wir eine Abkürzung über den Brenner, Jaufenpaß und Timmelsjoch die uns 1 h 30 gekostet hat und 23,1 € extra an Maut. Die Landschaft war wunderschön aber die nicht enden wollenden Kurven machten unseren Magen zu schaffen und mussten einen Raststopp am Timmelsjoch machen. Das gute Schnitzel mit Pommes dort lies uns aber über die Strapatzen hinwegsehen. Endlich in Rofen angekommen hängten wir unsere Rucksäcke um die dieses mal mit 10 Kilo angenehm leicht waren. Zuletzt der Rucksack für die Rötspitze hatte 19,5 Kilo was mit Grund war zum scheitern der Tour. Durch das schöne Ventertal ging es dann auf die Vernagthütte die wir nach 3 h erreicht hatten. | ![]() |
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Oben angekommen fragten wir den Hüttenwirt, der zugleich Bergführer ist für die Region, nach Details der Tour da niemand sonst uns bessere Tipps geben kann. Ursprünglich war geplant die Gipfel an getrennten Tagen zu erklimmen doch machbar auch an einem Tag wenn wir den Fluchtkogel überschreiten. Somit war meine Feierabendhalbe gestrichen da ich nur 1 Liter Wasser im Rucksack hatte um Gewicht zu sparen. Selbst mit diesem Liter bin ich dann nicht ausgekommen und ich musste, da der größte Teil der Tour am Gletscher war, Wasser direkt vom Gletscher entnehmen und dies schmeckt wirklich fürchterlich nach Stein. Ich kann echt nicht verstehen was Kleinkinder an Sand so mögen. Aber zurück zur Hütte von der ich echt begeistert war da diese nicht touristisch angehaucht ist und das Essen wirklich mit Liebe zubereitet wird. Tollstes Feature war wohl das verdunkelbare Fenster was uns aber nicht aufhalten konnte um 4:30 aufzustehen und uns auf den Weg zu machen. Nach einer Stunde gings auf den Gletscher und wir zogen die Steigeisen an und bildeten eine Seilschaft um uns vor verborgenen Spalten zu schützen. Mein Tourenkollege stolperte auch auf den Weg hinunter vom oberen Guslarjoch in eine Spalte. Die Tour rauf auf die Hochvernagtspitze war mit 25 Grad am Firn und Eis nicht besonders herausfordernd. |
| Spannend war der letzte Grad da es auf der linken Seite laut Karte 200 m runterging, somit hielten wir uns am eher Grad rechterhand. Der letzte Aufschwung zum Gipfel mit einer 2er Passage war schnell geschafft und wir standen um 8:43 am Gipfel der Hochvernagtspitze. Die 3535 Höhe gab uns weite, herrliche Blicke über die Alpen. Nach einer kleinen Jause, endlich mal keine Müsliriegel die ich die nächsten 2 Wochen nicht mehr sehen kann, stiegen wir ab auf 3150 M in das Gepatschjoch. Von weiter Entfernung sah der Fels- und Firngrat, der teilweise doch ausgesetzt verlaufen ist, auf den Fluchtkogel sehr einschüchternd aus was sich aber dann direkt am Grat legte. Technisch gesehen war der Grat anspruchsvoller da er gespickt war mit 2er Stellen und viele Stellen eher an einen Schotterhaufen erinnerten und wir diesen dann gesamt am kurzen Seil gingen. Den Gipfel erreichten wir um 12:15 und wir sahen von oben das Brandenburger Haus das auf 3200 m direkt über einem Gletscher am Felsen gebaut wurde und nur über Gletscher zu erreichen ist. | |
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Der Weg runter war dann schon etwas anspruchsvoller da der Gletscher hier bis zu 30 Grad im Firn und Eis hatte. Runter übers obere Guslarjoch wo dann Firnbrücken, offene und verborgene Gletscherspalten denn Weg gesäumt haben. Aber um 14:30 waren wir wieder heil an der Vernagthütte angelangt. Meinem Hochtourenkollege sind leider wegen seiner Schuhe dann riesige Blasen an der Ferse gewachsen und er konnte den Abstieg ins Tal nicht mehr so genießen aber das wird uns nicht aufhalten weitere Touren anzupacken. Nachdem diese Tour traumhaft war wird diese in den nächsten Jahren auch auf dem offiziellen Programm der Naturfreunde Hochburg-Ach zu finden sein und ich freue mich schon darauf. Zuletzt Bilder der Tour sind in der Bildergalerie unter Hochtouren zu finden. |
Klettertour auf den Sommeraustein 09.05.2010
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Das Wetter war kühl und wolkenverhangen also nichts wie hin zum Felsen, wobei ins schwitzen kamen wir trotzdem beim Aufstieg zur Wand. Dank unserem einheimischen Guide Peter fanden wir den Einstieg in die Wand ganz leicht. Die Route selber hat uns herrliches Panorame geboten und ist zum Glück klettertechnisch nicht zu anstrengend. Ein Mitglied der Gruppe war neu im alpinen Bereich aber fand sich schnell zurecht. Ein kurzer Regenschauer erfrischte uns aber konnte unseren Drang zum Gipfel nicht bremsen. Oben angekommen gab es nochmal ein Rundpanorama und es folgte leider dann der Abstieg und die Fahrt nach Hause. Ein Dank noch an die Mitstreiter Katharina, Daniel, Markus für die gelungene Klettertour. |
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Einladung zur Bergandacht |
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am Halleiner Haus bei der Hubertuskapelle im Osterhorngebiet am Fuße des Schlenken am Sonntag, 30.Mai 2010 Beginn: 10:00 Uhr Die Andacht hält Diakon Josef Schwanninger aus Hochburg-Ach. Zur musikalischen Umrahmung spielt das Hochburg-Acher Bläser-Quartett. |
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Anfahrt:
Hallein - Wiestal Landesstraße bei der Seefeldmühle rechts abbiegen
dem Streckenverlauf bis Wimberg folgen
Weiterer Streckenverlauf: Spumberg – Gasthaus Zillreith – Parkplatz
Halleiner Haus 1150 m – Hubertuskapelle
Die Hubertuskapelle ist Barrierenfrei zu erreichen!
Tourenmöglichkeiten:
- Schlenken 1648 m 2 Std.
- Schmittenstein 1695 m 3 Std.
Das Halleinerhaus
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In der Hoffnung, möglichst viele Teilnehmer begrüßen zu können, verbleiben wir mit einem herzlichen
Berg-frei!
Franz Gumpinger Tel: 07757 / 6759
Hans Gradischnig Tel: 07727 / 2301
0664 / 733 880 42
Email: franz.gumpinger@gmx.at Email: hans.gradischnig@gmx.net
Kletterkurs Schärding/Hanzing vom 01. bis 02. Mai 2010Am ersten Maiwochenende hatten wir wieder unseren Kletterkurs in Schärding in einem Steinbruch geplant.
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Die tolle neue Kletterhalle in Freinberg entschädigte uns für das entgangene Klettern in der freien Natur. Die Kletterhalle ist wirklich geräumig, hat einen großen Boulderbereich und es sind unzählige Routen geschraubt. Man kann locker zwei Tage dort verbringen, ohne die gleiche Route zwei mal zu benutzen. Wir hatten somit genug Platz für allerlei Aktivitäten.
Schon eine gute halbe Stunde nachdem wir den Eintritt bezahlt hatten, spitzte die Sonne durch die Wolken. So manch einer dachte sich dann: "Schau schau, die Sonne lacht (uns aus)". Aber was solls, im Großen und Ganzen war es so wahrscheinlich besser.

So machten wir uns daran, unser geplantes Schulungsprogramm durchzunehmen. An einem eigenen Standplatz konnten die Kinder das Prusiken (für Nichtkletterer: das Hochklettern an einem Seil mit Hilfe eines speziellen Knotens) üben. Hans packte all sein Wissen über Knoten aus und so konnte sich jeder mal an Mastwurf, Halbmast, Prusik, Ankerstich, Sackstich, Achterknoten und vielem mehr probieren. So manch einer hat dann wahrscheinlich schon einen Knoten im Gehirn bekommen. Hilft nichts, da muss jeder durch, Knotenkunde gehört nun mal zum Klettern.
Aber es war nicht nur strenges Pauken angesagt, der Kletterspass kam nicht zu kurz. An den vielen Routen und im Boulderbereich konnte sich jeder nach Belieben austoben. Unsere Boulderprofis haben auch was Neues dazugelernt, den Fledermausstart, bei dem Kopfüber losgeklettert wird. Sieht verrückt aus, ist es auch, macht aber Spass.
Zu Mittag gab es dann Spaghetti für die hungrige Meute. Danach ging es wieder in die Halle. Nach vier Uhr merkte man dann schon, dass die meisten Kinder ziemlich ausgepowert waren und sich immer mehr aufs Zuschauen verlegten. Deshalb packten wir dann auch unsere ganzen Sachen wieder zusammen und machten uns auf den Weg zur Unterkunft in Haibach, zur Hanzinger Hütte. Dort warten auch schon die Hanzinger Naturfreunde auf uns. Der Griller lief schon, die Koteletts brutzelten und die Kinder stürzten sich mit Appetit auf das Abendessen.
Und wer dachte, für heute reicht es, der irrte sich. Nach dem Abendessen ging es wieder raus und bei leichtem Nieseln wurde gekickt, als ob es um den Championsleage-Titel gehen würde.
Die meisten der kleinen Racker gaben bis zum Einbruch der Dunkelheit noch mal so richtig Gas. Das anspruchsvolle Tagesprogramm hatte dann auch die Folge, dass ein Großteil der Kinder gegen halb elf freiwillig in den Matrazenlagern verschwanden.
Nur die etwas Größeren blieben noch ein wenig sitzen, um ein Kartenspiel namens A... [vollständiger Wortlaut zensuriert] zu spielen. Gegen Mitternacht kehrte dann endgültig Ruhe im Naturfreundehaus ein.
Wie zu erwarten war, brauchten die Kinder am Morgen keinen Wecker. Um Sieben waren die meistens schon wieder auf den Beinen und bereiteten sich mit ein paar Marmeladebroten und Kakao auf den kommenden Klettertag vor. Alle packten ihre sieben Zwetschken zusammen und, da es wieder mal regnete, machten wir uns erneut auf den Weg in die nahegelegene Kletterhalle Freinberg. Dort wurden dann die Schwerkraft wieder voller Eifer bezwungen.
Zu Mittag heizten wir dann den mitgebrachten Grill an und es gab kiloweise Nürnberger Bratwürstchen. Bei strahlendem Sonnenschein stärkten sich alle, um dann zum Finale noch mal fit zu sein. Wie sich aber nach der Mittagspause schnell herausstellte, war es mit Motivation bei den meisten auch nicht mehr weit her, was mich bei dem absolvierten Programm aber auch nicht wunderte. So hatte auch niemand etwas dagegen, als wir gegen drei Uhr unsere Kletterausrüstung wieder einpackten und uns auf den Weg Richtung Heimat machten.
Alles in Allem hofft das Betreuerteam, dass es allen gefallen hat und das wir nächstes Jahr auch wieder so viele Teilnehmer begrüßen können, dann vielleicht im Freien.
Kletterkurs 2010Einladung zum Kletterkurs für jungeund junggebliebene Bergsteiger!!!!!Samstag 01. und Sonntag 02. Mai 2010 |
Ort: Klettergarten Schärding - Otterbach - Hanzing
Beginn: Samstag um 9:00 Uhr
Ende: Sonntagnachmittag
Programm: Knotenkunde, Anseilen, Standplatz, Abseilen, Kameradenbergung, Klettersteig und viel Spaß;
Kursbeitrag: 30.- € unter 18 Jahre und Jungbergsteiger
40,- € über 18 Jahre
Fahrtkosten: 5,- €
Im Kursbeitrag sind zwei Mittag-, und ein Abendessen, sowie Übernachtung und Frühstück auf der Hanzinger Hütte enthalten. Kletterausrüstung, sowie Decken und Schlafsack sind selbst mitzubringen.
! Zeckenschutz !
Anmeldung bis Mo. den 26. April bei:
franz.gumpinger@gmx.at 07757/6759 od. 0664 735 103 60
hans.gradischnig@gmx.net 07727/2301 od. 0664 733 880 42
oder mit der Online-Anmeldung der Naturfreunde Hochburg-Ach
In der Hoffnung, möglichst viele Teilnehmer begrüßen zu können, verbleiben wir mit einem herzlichen
Berg frei
für das Bergjahr 2010
Franz Gumpinger und Hans Gradischnig