Kein Gold, aber viele Höhenmeter
und wie ich den
Hohen Sonnblick 3106m
meinen ersten Dreitausender bestieg
30. - 31. Juli 2017

Als ich das erste Mal im Talschluß von Rauris stand und den Sonnblick mit seinen 3106m
vor mir sah, war meine Motivation am Tiefpunkt, denn es regnete, besser gesagt es schüttete wie aus Kübeln.
Im strömenden Regen zogen Nick, Hans, Papa und ich unsere Bergschuhe und vor allem den Regenschutz an. Einige Meter vor dem Naturfreundehaus Kolm Saigurn 1598m ließ aber Gott sei dank der Regen bald nach.
Auf dem Weg zur Neubauhütte bewunderten wir die Kletterkünste der Weidekühe,
den romantischen Barbara Wasserfall und wunderschöne Bergwiesen.
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Nach cirka 2 Stunden Wanderung kehrten wir in die Neubauhütte 2175m ein. Zum Abendessen versprach mir Hans ein Schnitzel, wenn ich noch mit unserer Gruppe eine Tour zu den Ruinen des längst vergangenen Goldrausches in diesem Gebiet unternehme. Dort auf 2500m Höhe konnten wir den echten Goldrausch wie vor hundert Jahren erleben. Besonders spannend war das Suchen nach Gold in den teilweise eingestürzten Goldgräberstollen - aber leider vergeblich. Am Weg zum Knappenhaus, wo die Bergarbeiter vor hunderten Jahren wohnten, sah ich zum ersten Mal Murmeltiere. Die lustigen Bergbewohner zeigten sich gar nicht scheu und trollten auf den Felsen herum.
Am nächsten Morgen, nach einer schlaflosen Nacht im Lager der Neubauhütte ging es schon in aller Herrgottsfrüh (7:30 das ist für einen Schüler, der Ferien hat viel zu bald) los. Nach einem kräftigen Frühstück wanderten wir am Fuße des Sonnblicks über den Rücken bis zur Rojacherhütte 2718m. Dort hatten wir einen herrlichen Ausblick auf die umliegenden
(Gletscher) Wurtenkees mit Sommerschigebiet am Schareck und den Goldbergkees am Hohen Sonnblick. Und ich konnte mich mit Hollersaft, verfeinert mit Gletscherwasser etwas vom anstrengenden Aufstieg erholen.
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Von dort ging es über den steilen Nordwest Grat mit einigen Kletterpassagen zum Gipfel und auch zum Wetterobservatorium des Sonnblicks. Ich nenne den Grat bis heute Teufelsgrat, weil ich mich teilweise ein bisschen fürchtete, weil es rechts 300m hinunterging und links sah es auch nicht viel besser aus. Aber Hans wich nicht von meiner Seite und zeigte mir immer wieder die beste Route durch den Fels.
Sehr stolz, zufrieden und happy und auch ein bisschen Müde stand ich mit Nick, Hans und Papa vor der Wetterstation und zugleich auf dem Gipfel des Hohen Sonnblick 3106m meinen ersten Dreitausenders.
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Ich genoss meine Jause am Zittelhaus mit großartigem Blick auf den Großglockner sehr. Auch ein kurzer Besuch in der berühmten Wetterwarte wurde uns noch ermöglicht.
Nach zwei Stunden Abstieg tranken wir Kaffee und Cola auf der Neubauhütte als Stärkung für das letzte Stück zum Parkplatz. Danach waren wir ziemlich schnell im Tal. Ich schaute noch mal auf den Gipfel und konnte es kaum glauben, dass ich da oben gestanden bin.
Durch den erfahrenen Bergführer Hans wurde mir dieses wunderschöne Erlebnis ermöglicht, dafür danke ich ihm sehr (auch für das rettenden Cola beim Abstieg).
Bericht: Constantin A. 13 Jahre
Fotos: Gerald, Nik und Hans
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