Gebietstour zum Hohen Tenn
 Alpin/Bergsteigen  Kurt  29-08-2013 19:23  0  850 gelesen

Gebietstour zum Hohen Tenn 3368 m
vom 15. - 16. August 2013

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“Gott sei Dank” haben wir unsere Tour vom geplanten Termin Mitte Juli auf Mitte  August verschoben – besser hätten wir die Örtlichkeit nicht vorfinden können. Aufgrund des langen Winters und der heftigen Niederschläge im Frühsommer wären wir, neun an der Zahl, in dieser Höhe statt über üppig blühende Sommerwiesen wahrscheinlich durch frischen Neuschnee gestapft.

Donnerstag – Feiertag Christi Himmelfahrt:
Unser Aufstieg beginnt in Fusch an der Glocknerstraße bei ca. 830 m und führt uns in westlicher Richtung nach steilem Aufstieg auf den weiten Boden der Hirzbach-Alm, wo wir zum ersten Mal unser Ziel des nächsten Tages wahrnehmen.

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Weiter führt der Weg, nun in freiem Gelände, serpentinenartig bis zur Gleiwitzerhütte auf 2176 m.

Nach einer wohlverdienten Mittagspause wandern noch sieben der neun Teilnehmer auf das Imbachhorn (2470m) mit einem fantastischen Blick ins nördliche gelegene Salzachtal und anschließend auf den Rettenzink (2510m), der etwas kniffliger zu erklimmen ist. Von hier aus könnte man den größten Teil der Aufstiegsroute des nächsten Tages einsehen, verhüllten nicht seit den frühen Mittagsstunden beständige Wolkenhaufen das Gipfelpanorama.

Zurück auf der Hütte genießen wir die letzten Sonnenstrahlen, bevor wir es uns im Erkerstüberl bei einem ausgiebigen Abendessen gemütlich machen, um noch vor der allgemeinen Hüttenruhe die Quartiere aufzusuchen.
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Freitag – für viele im Tal ein ganz normaler Arbeitstag – anders bei uns:

Tagwache um 05.00 Uhr morgens  bei spärlichem Licht:
Der Anblick unseres Vorhabens lässt uns alle in bester Stimmung das Tagwerk beginnen - ein wolkenloser Himmel soweit das Auge reicht = Kaiserwetter, welch ein Glück. Nach einem ordentlichen Frühstück verlassen die Gipfelstürmer des Vortages die Unterkunft Richtung Süden über einen bequemen Pfad ins Ochsenkar.

Bald geht es jedoch zur Sache: Einem Steilaufschwung zur “Unteren Jägerscharte” folgt ein nicht minder steiler Grataufstieg und eine Hangquerung, die ihresgleichen sucht,  zur “Oberen Jägerscharte”.
Alles jedoch mit durchgehender Seilsicherung abgesichert, wie im übrigen die  komplette Route, dort wo es sinnvoll erscheint.
Die weitere Wegführung verläuft äußerst abwechslungsreich, mal auf einem breiten Felsrücken, mal im steilen Abstieg über loses Karrengelände, gefolgt von Aufschwüngen über Felspassagen, die nur mit Hilfe von Fixseilen für Klettersteigaspiranten zu bewältigen sind.

Auf dem gesamten Weg erklimmen wir fünf Gipfel mit über 3000 m - nach Kempsen-Kopf (3090m) und Bauernbrach-Kopf (3125m) folgt der Kleine Tenn (3158m) und anschließend die Schneespitze (3317m), der Vorgipfel der Bergspitze (3368m) - besser bekannt unter Hoher Tenn, unser Tagesziel.

Der Weg dorthin führt allerdings noch über den Verbindungsgrat, der in leichter Klettertechnik bezwungen werden will.
Vom eher bescheidenen Gipfelkreuz aus bietet sich an diesem Tag ein Rundblick, der selbst an einem goldenen Herbsttag nicht zu übertreffen sein dürfte.

Der Rückweg gestaltet sich wie der Aufstieg, erlebnisreich und fazinierend, jedoch aus einem anderen Blickwinkel zu sehen, da das wechselnde Tageslicht die Schatten des Vormittags jetzt hell erleuchtet.
Zurück auf der Hütte werden wir nochmals von der umtriebigen Hüttenwirtin, wie tags zuvor, bestens versorgt, damit wir für den etwa zweitündigen Abstieg gerüstet sind.

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Walter und Alois haben heute vormittag unsere “Freitag nachmittag Touren” absolviert und sind, nach einem Hütteneinkehrschwung, frühzeitig ins Tal abgestiegen, damit wir alle zusammen gemütlich die Bergerlebnisse verdauen können.
Dies haben wir im schattigen Gastgarten gründlich nachgeholt.

Ich möchte mich bei meinen Ausführungen, den Weg zum Hohen Tenn betreffend, einem Zitat aus einem Tourenbericht anschließen:
Eine der abwechslungsreichsten, landschaftlich und gehtechnisch schönsten Touren im gesamten Alpenraum und auch kein Zufall, dass man diese hier im “Nationalpark Hohe Tauern” vorfindet.

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Berg frei
Hans, Franz, Karl, Peter, Hubert, Andreas, Walter, Alois und Kurt

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