![]() | Ein anstrengend „heißer“ Fernsehabend in der Königsklasse des Fussballs liegt hinter uns – haben doch „unsere“ Bayern, verdient oder nicht, knapp verloren – nicht alle sind unglücklich drüber – Ausnahmen bestätigen nun mal die Regel. Ein strahlend schöner Morgen, ein wolkenloser Himmel über unserem Gästehaus in Wimmergreuth im Almtal, läßt uns die nächtlichen „Sorgen“ schnell vergessen. Nach einem ausgiebigen Frühstück machen wir uns – genauer gesagt, drei Erwachsene, Björn, Stephan und Kurt und vier Jung´s, Luc, Christoph, Jonas und Raphael, auf zu einer Wandertour Richtung Kasberg. Wir fahren über die etwa fünf Kilometer lange Mautstraße zum Hochberghaus auf knapp 1200 m Seehöhe, wo wir die Wanderung im Schatten des lichten Laubwaldes beginnen. Erst entlang von Forststraßen, anschließend über kleine, schmale Wanderpfade, vorbei an der abgebrannten Farenauhütte führt der Weg bergwärts. |

Wir entscheiden uns schließlich für den interessanteren Steig und nicht die Straße, der uns, mittlerweile auch schon über das eine oder andere Schneefleckchen, entlang der Seilbahntrasse zur „Sepp-Huber-Hütte“ geleitet. Hier oben auf 1500 m kann man von einer geschlossenen Schneedecke sprechen, angesichts der zahlreichen Liftanlagen kein Wunder, was uns jedoch nach einer kurzen Verschnaufpause nicht am Weitergehen hindern kann.

Als Ziel wählen wir aufgrund der äußeren Umstände einen Ausweichgipfel , der Weg zum Kasberg wäre zu gefährlich und zu lang. Nach insgesamt knapp zwei Stunden erreichen wir den Doppelgipfel vom Spitzplaneck mit 1617 m Seehöhe. In der Tiefe erkennen wir im Westen die weitläufige Anlage des Wildparks Cumberland, den wir gestern besucht haben und im Süden den Almsee, den der andere Teil unserer Gruppe als heutiges Ziel gewählt hat.

Nach ein paar obligatorischen Fotos machen wir es uns auf dem gemütlicheren Vorgipfel bequem und verzehren unseren mitgebrachten Proviant.
Der Abstieg gestaltet sich schon vom Gipfel weg als abenteuerlich, können wir doch über ein einigermassen steiles, jedoch völlig gefahrloses Schneefeld mehr oder weniger „abfahren“. Wir wählen den Rückweg entlang des Aufstieges und haben jetzt den Vorteil, dass wir die Schneeflecken bequem oder auch etwas holprig runterrutschen können. So manches Plastiksackerl tut hier vortreffliche Dienste.

Nach knapp eineinhalb Stunden sind wir zurück und treffen uns fast zeitgleich beim Hochberghaus mit den „Seewanderern“. Die Sonnenterasse lädt ein zum Verweilen – wir haben es nicht sonderlich eilig, können wir doch die zurückliegenden gemeinsamen Stunden nochmals verarbeiten und uns für den Heimweg vorbereiten.
Die angefallene Maut lösen wir mit dem Konsum, den wir uns redlich verdient haben, spielend ein – im übrigen eine sehr vernünftige Idee des umtriebigen „Hüttenwirts“ zum Erhalt der vorbildlich gepflegten Bergstraße.
Es war ein erlebnisreiches Wochenende, haben wir doch neue Bekanntschaften geschlossen. Ein großes Lob an unsere Jugend bei der Wanderung für ihre tolle Leistung und Kameradschaft am Berg.
Bis zum nächsten Mal - „Berg frei“
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