Der Wetterbericht kann sich nicht recht entschließen – Samstag wolkig, Sonntag wolkig, vielleicht auch ein bisschen mehr Sonne, aber auch nicht überall. | ![]() |
Nachdem einige Unklarheiten bezüglich des Ausgangspunktes für die Fussgänger aus dem Weg geräumt sind, nehmen wir die Skispur der Tourengeher als Anhaltspunkt und weitgehend auch als Aufstiegshilfe wahr.
Im Waldgebiet noch akzeptabel, könnten wir im freien Gelände nach dem aufgelassenen Bauernhof in Gseng den Aufstieg kaum ohne Spur bewältigen, so hoch ist hier die Schneelage bzw. die Beschaffenheit der Schneedecke. Im Wechselspiel der Natur, mal weitgehend klar bis an die gegenüberliegenden Hänge von Trattberg und Regenspitz, dann wieder urplötzlich Nebel mit Sichtweiten unter 20 m, mühen wir uns weiter bergwärts über die Urbanalm zur Schlenkensteinalm. Hier treffen wir unsere Skitourenpartner bei einer Rast nach ihrer ersten Teilabfahrt. Von hier zum „Gipfel“ für heute, dem Beginn der Kamms auf den Schmittenstein, müssen wir noch knapp 200 Hm zurücklegen.

Nach insgesamt 2 ½ Std. Aufstieg sind wir am Ziel der heutigen Etappe, was wir mit einem „Berg frei“ in gewohnter Weise bekräftigen . Leider ist auch hier oben die Sicht sehr eingeschränkt, zudem weht eine steife Brise – wir nehmen einen kräftigen Schluck und wenden uns talwärts.
Nach einer kurzen Rast an der Schlenkensteinalm geht es fast noch anstrengender als beim Aufstieg durch den tiefen Schnee zurück zum Ausgangspunkt. Das „Angebot“ einer Skitourengruppe bei der Abfahrt kurz vor einem steilen Waldstück „Wer möchte tauschen?“ gibt Zeugnis über die nicht gerade optimalen Schneebedingungen an diesem Tag.
Wir erreichen aufgrund vieler Abkürzungen quer durchs Gelände den Talgrund in einer Rekordzeit – so kommt es uns jedenfalls vor.

Nichtsdestotrotz sind wir mit dem Geleisteten vollauf zufrieden, gesund und ohne Wehwechen unten angelangt zu sein. Hat es uns doch wieder einmal gezeigt, dass uns das Wetter nicht hindern kann, ein Erlebnis in freier Natur zu genießen. Mal etwas anderes, die Bergwelt in düsteren, nebelverhangenen Momenten zu erleben – mystisch und zugleich fazinierend.
Der Abschluss unserer Tour gestaltet sich, wie üblich, zu einem gemütlichen Einkehrschwung mit Rückblick auf soeben Vergangenes, zugleich jedoch bereits mit dem Ausblick auf Bevorstehendes – Hauptsache wir sind unterwegs in den Bergen.
Berg frei

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