| Ich bin Anna, 9 Jahre, komme aus Burghausen und seit Herbst 2017 nehme ich am Klettertraining der Naturfreunde teil. |

Wir haben gemeinsam zu Abend gegessen, gespielt und Spaß gehabt. Und wir waren ein bissl später als sonst im Bett ;) Ich habe mir ein Zelt mit 3 Freundinnen geteilt. Das hat ganz wunderbar gepasst.
Nach der ersten Nacht wurden wir von Gottfried um 07:00 Uhr (!) mit lautem Rufen geweckt: "Mädels - aufstehen!". Dann gab es erst einmal ein köstliches Frühstück für alle.
Gut gestärkt ging es danach zur Zellerwand. Auf dem Weg dorthin mußten wir einen steilen Pfad hochgehen. Oben angekommen konnten wir an der Einstiegsstelle unsere Sachen nur ganz eng nebeneinanderlegen, weil es dort nur sehr wenig Platz gab.
Zuerst haben dann die Großen Seile eingehängt, dann konnten wir Jüngeren endlich loslegen. Das Besondere am Klettern am Fels ist, dass dort in den Griffen meistens Gras, Erde oder manchmal richtig ekelhafte Tiere wie zB Spinnen waren. Also Obacht! Es hat mir trotzdem viel Spaß gemacht und es war toll.
Um 13 Uhr ging's zurück und direkt weiter zum Zellersee. Dort hatten wir eine Menge Spaß beim Baden. Und Gott-sei-Dank war dann das Wetter auch richtig schön sommerlich. 
Zurück am Campingplatz wurde gegrillt. Und dann badeten wir noch einmal im eiskalten Bach. Wir hatten einen richtig schönen und lustigen Abend.
Am Sonntag weckte uns wieder Gottfried zeitig auf. Nach dem Frühstück mußten wir erstmal unsere Sachen packen. Und dann ging's los in Richtung Kletterwand. Dieses Mal eine andere als am Samstag. Wir hatten dort mehr Platz am Einstieg, aber der Weg dorthin hat uns 20 Minuten gekostet (mindestens!). Jeder von uns konnte dann so oft und hoch klettern wir er wollte und konnte. Mir hat's Spaß gemacht und ich bin richtig hoch raufgekommen. Und übrigens: Die Spinnen waren noch größer als am ersten Tag (iiiiiih!).
Mittags ging es zurück zu unserem Campingplatz. Dort gab es ein köstliches Gulasch für uns Spitzensportler.
Danach hieß es einpacken, Zelte abbauen und alles wurde in den Autos verstaut. Ein bisschen traurig verabschiedeten wir uns vom Campingplatz. Zu schnell war die Zeit vergangen. Auf der Rückreise bin ich eingeschlafen, wahrscheinlich war ich nicht die einzige.
Ich fand das Wochenende wirklich wunderschön. Die Leute waren alle sehr nett, die Stimmung war gut und das Essen war super.
Ich hatte die ganze Zeit richtig viel Spaß und beim nächsten Mal bin ich bestimmt wieder dabei!
Eure Anna

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Sehr konzentriert klettere ich meine erste Seillänge zum Standplatz. Geschafft!!!
Etwas angespannt kontrollierte ich mehrfach meinen Standplatz. Passt wirklich alles...??
Sehr geduldig wartet Gottfried auf mein Kommando: nachkommen!
Gottfried´s Ruhe schwabte auf mich über und so gings sehr entspannt den Gipfel entgegen.
Oben angekommen wurden die Erwartungen übertroffen und die Lust nach mehr geweckt!
Nach einer kurzen Stärkung beim Stamm-Bankerl ist Absteigen angesagt!
Auf zur nächsten Route - “ÄSKULAP“!
Bei Sonnenschein und einschleichender Routine starten wir die zweite Tour.
Die Abenteuerlust hat mich voll erwischt. Der Standplatz wurde von Mal zu Mal optimiert und die ersten Grenzen ausgetestet! Und so waren wir im Nu am Ziel!
Am Gipfel angekommen fehlen mir fast die Worte so schön war dieser Tag...
Nach einer kurzen Erfrischung am Mondsee gings ab nach Hause!
Danke Gottfried! Dank dir habe ich das Freiheitsgefühl gefunden, dass ich in der Kletterhalle vergeblich gesucht habe!
Ich hoffe es folgen noch weitere schöne Touren...
In diesem Sinne “BERG FREI“
Sandra

Kein Gold, aber viele Höhenmeter
und wie ich den
Hohen Sonnblick 3106m
meinen ersten Dreitausender bestieg
30. - 31. Juli 2017

Als ich das erste Mal im Talschluß von Rauris stand und den Sonnblick mit seinen 3106m
vor mir sah, war meine Motivation am Tiefpunkt, denn es regnete, besser gesagt es schüttete wie aus Kübeln.
Im strömenden Regen zogen Nick, Hans, Papa und ich unsere Bergschuhe und vor allem den Regenschutz an. Einige Meter vor dem Naturfreundehaus Kolm Saigurn 1598m ließ aber Gott sei dank der Regen bald nach.
Auf dem Weg zur Neubauhütte bewunderten wir die Kletterkünste der Weidekühe,
den romantischen Barbara Wasserfall und wunderschöne Bergwiesen.
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Nach cirka 2 Stunden Wanderung kehrten wir in die Neubauhütte 2175m ein. Zum Abendessen versprach mir Hans ein Schnitzel, wenn ich noch mit unserer Gruppe eine Tour zu den Ruinen des längst vergangenen Goldrausches in diesem Gebiet unternehme. Dort auf 2500m Höhe konnten wir den echten Goldrausch wie vor hundert Jahren erleben. Besonders spannend war das Suchen nach Gold in den teilweise eingestürzten Goldgräberstollen - aber leider vergeblich. Am Weg zum Knappenhaus, wo die Bergarbeiter vor hunderten Jahren wohnten, sah ich zum ersten Mal Murmeltiere. Die lustigen Bergbewohner zeigten sich gar nicht scheu und trollten auf den Felsen herum.
Am nächsten Morgen, nach einer schlaflosen Nacht im Lager der Neubauhütte ging es schon in aller Herrgottsfrüh (7:30 das ist für einen Schüler, der Ferien hat viel zu bald) los. Nach einem kräftigen Frühstück wanderten wir am Fuße des Sonnblicks über den Rücken bis zur Rojacherhütte 2718m. Dort hatten wir einen herrlichen Ausblick auf die umliegenden
(Gletscher) Wurtenkees mit Sommerschigebiet am Schareck und den Goldbergkees am Hohen Sonnblick. Und ich konnte mich mit Hollersaft, verfeinert mit Gletscherwasser etwas vom anstrengenden Aufstieg erholen.
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Von dort ging es über den steilen Nordwest Grat mit einigen Kletterpassagen zum Gipfel und auch zum Wetterobservatorium des Sonnblicks. Ich nenne den Grat bis heute Teufelsgrat, weil ich mich teilweise ein bisschen fürchtete, weil es rechts 300m hinunterging und links sah es auch nicht viel besser aus. Aber Hans wich nicht von meiner Seite und zeigte mir immer wieder die beste Route durch den Fels.
Sehr stolz, zufrieden und happy und auch ein bisschen Müde stand ich mit Nick, Hans und Papa vor der Wetterstation und zugleich auf dem Gipfel des Hohen Sonnblick 3106m meinen ersten Dreitausenders.
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Ich genoss meine Jause am Zittelhaus mit großartigem Blick auf den Großglockner sehr. Auch ein kurzer Besuch in der berühmten Wetterwarte wurde uns noch ermöglicht.
Nach zwei Stunden Abstieg tranken wir Kaffee und Cola auf der Neubauhütte als Stärkung für das letzte Stück zum Parkplatz. Danach waren wir ziemlich schnell im Tal. Ich schaute noch mal auf den Gipfel und konnte es kaum glauben, dass ich da oben gestanden bin.
Durch den erfahrenen Bergführer Hans wurde mir dieses wunderschöne Erlebnis ermöglicht, dafür danke ich ihm sehr (auch für das rettenden Cola beim Abstieg).
Bericht: Constantin A. 13 Jahre
Fotos: Gerald, Nik und Hans
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Nachdem alle Vorbereitungen abgeschlossen und die Klettergurte angelegt waren stürzten sich die ersten Kletterfreaks auf den Felsen.
Auch wenn einigen die Höhe zu schaffen machte stellte das kein Problem für uns dar. Die betroffenen wurden wie bei einer professionellen Kameradenrettung gerettet.
Ebenfalls wurden Knoten geübt und der Bau eines Standplatzes. Nach einem kletterintensiven Vormittag wurden einige Teilnehmer vom Hunger heimgesucht. Doch für das leibliche Wohl war bestens gesorgt und gegen Mittag gab es warme Leberkäsesemmeln. Gestärkt und voller Motivation wurde auch am Nachmittag sehr viel geklettert.
Nach einem aufregenden und spannenden Klettertag fuhren wir hungrig zum Naturfreundehaus Hanzing nach Haibach. Dort angekommen wurde zuerst das Quartier bezogen und anschließend gegrillt. Verköstigt wurden wir mit Koteletts, Würstchen und Kartoffelsalat. Nach dem Essen haben wir Kartenspiele gespielt, herumgetobt und verschiedene Spiele draußen gespielt. Bis allmählich alle müde wurden und ins Bett fielen. Es kehrte Ruhe ins Naturfreundehaus ein.
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Unterbrochen wurde diese, von den aktiven Teilnehmern unserer Gruppe, die Spaß dran hatten die Langschläfer unter uns aufzuwecken. Beim gemeinsamen Frühstück stärkten wir uns für den bevorstehenden Klettertag.
Auch an diesem Tag wurde sehr viel geklettert, aber auch abgeseilt. Gegen zwei verließen wir den Klettergarten mit sehr viel schönen Erinnerungen im Gepäck. Nach einem abschließenden Mittagessen in einer Schärdinger Pizzeria, machten wir uns auf den nach Hause weg und trafen gegen 15 Uhr wieder beim Naturfreundegasthaus Hochburg Ach ein.
Nach diesen zwei anstrengenden und lustigen Klettertagen war es sehr ruhig bei der Heimfahrt. Wir freuen uns schon wieder sehr auf das nächste Jahr!
Eure Nadine

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Abfahrt:
Abstieg zum Skidepot entlang des Anstiegs. Wir verlassen bei der Abfahrt bald die Anstiegsspur nach links und fahren in die breite Mulde bis zu einer markanten Geländekante ab. Wir queren nach rechts bis nahe der Felswand, da links sich ein Gletscherbruch befindet. Sehr steil wird nun auf den flachen Gletscherboden des Großen Vernagtferners abgefahren. Unter dem Gletscherbruch schwenken wir nach links, um für den folgenden Anstieg nicht zu viel Höhe zu verlieren. Auffellen. Wir wandern fast eben an der Hochvernagtwand vorbei und schwenken nach dem nächsten Felssporn nach links Richtung Taschachjoch. Die letzten Meter zum Joch sind steil (evtl. zu Fuß). Abfellen. Ein breites Gletscherbecken wird bis zum Urkundsattel abgefahren.

Noch deutlich vor dem Urkundgrat schwenken wir nach links auf eine Felsinsel zu. Eine angedeutete Scharte lässt uns steil in den oberen Sexegertenferner einfahren. Mittig bis rechts wird der breite, mittelsteile Gletscherhang bis zu einer Abflachung abgefahren. Hier queren wir nach links zum nördlichen Felsausläufer der Sexegertenspitze und fahren den mittelsteilen freien Gletscherhang zur flacheren Gletscherzunge hinab. Im breiten Sexegertental fahren wir beliebig bis auf Höhe Taschachhaus. Hier halten wir uns links der Schlucht und fahren auf einer Rampe bis zu den Steilhängen des Köpfle. In steilen Firnrinnen muss man sich nun in den flachen Boden des Taschachtales durchschwindeln. Ab nun geht es meist recht flach am Güterweg bis zur Taschachalpe und noch kurz auf der Piste rechts über die Brücke zum Ausgangspunkt (Parkplatz der Pitztaler Gletscherbahnen) hinunter.

Bericht: Wolfgang
Foto: Wolfgang und Hans
Teilnehmer: Marianne, Wolfgang und Hans