22.09.2020 Schober 1328m Südgrat - Panoramaklettertour über dem Fuschlsee
Die Genussklettertour führt uns in 7 Seillängen über den Südgrat auf den Frauenkopf 1304m
dennoch wird die Tour im Volksmund oft Schober Südgrat bezeichnet.
Mit einzementierten Baustahlbügeln an den Standplätzen und Bohrhaken für die Zwischensicherungen ist die
Tour gut abgesichert. Die Crux ist eine Platte mit einem darauffolgenden Überhang in der letzten Seillänge,
der frei geklettert mit VII zu bewerten ist. Es sind allerdings in sehr kurzen Abständen Bolts gesetzt,
sodass dieser gut A0 (an den Karabinern festhalten) geklettert werden kann und so
die Gesamtschwierigkeit V- nicht überschritten wird. Teilnehmer: Erwin und Hans
Nürnberger Hütte 2397m in den Stubaier Alpen - Mairspitze 2780m - Östlicher Feuerstein 3267m - Wilder Freiger 3418m und Gamsspitzl 3050m - Rotgratspitze 3100m
08.09.2020
Mairspitze 2780m von der Hüttenterrasse rechts hinauf. Nun werden die steilen Osthänge nordwärts teils recht exponiert hinaufgequert. Eine Felsrippe wird seilgesichert gequert.
Nach längerer Querung erreichen wir eine schrofige Flankenrippe, der wir teils seilgesichert nach oben folgen.
Nun wird kurz in die Westflanke zur Wegverzweigung hinab gekraxelt.
Hier rechts weiter über einen schrofigen Rücken hinauf zum Gipfelkreuz der Mairspitze 2780m
Nun folgen wir dem Steig Richtung Sulzenauhütte über die sehr steile Westflanke mehrmals seilgesichert auf eine Abflachung mit mehreren kleinen Lacken hinunter.
Nach wenigen Geländestufen münden wir in den Stubaier Höhenweg.
Diesem folgen wir nach links in das Kar unter dem Niederl. Vom Schartenkreuz geht’s anfangs seilgesichert zurück zur Nürnberger Hütte.
09.09.2020
Östlicher Feuerstein 3267m von der Hütte über das Gletscherschliffgelände hinab zum Längenbach und auf einer scharfen Seitenmoräne und durch Geröllhänge hinauf zum Gletscher.
Auf ihm bis unter das Pflerscher Hochjoch und in leichter kraxelei am blockigen Ostgrat zum Gipfelkreuz des Östlichen Feuersteins. Herrlicher Aussichtsberg am Alpenhauptkamm.
Der Östliche Feuerstein wird häufiger von der Bremer Hütte aus bestiegen (siehe separate Beschreibung).
Die Nürnberger Hütte bietet als Stützpunkt des beliebten Stubaier Höhenwegs aber daneben noch schöne Gipfeltouren: Mairspitze, Gamsspitzl, Wilder Freiger, Roter Grat und die Feuersteine, aber auch einen Klettergarten incl. Klettersteig.
10.09.2020
Wilder Freiger 3418m und Gamsspitzl 3050m
Wir wandern hinter der Hütte über plattiges Gelände und Gletscherschliffe bis zur Wegverzweigung hinauf. Es geht teilweise über gelegte Steinstufen in mehreren Kehren steil hinauf bis zur Seescharte, wo der Weg von der Sulzenauhütte einmündet. Über schönes Platten- und Blockgelände wandern wir bis zur Verzweigung Gamsspitzl/Freiger (rote Felsaufschrift). Rechts weisen rote Punkte durch das steile Blockgelände zum Nordgrat des Gamsspitzls hinauf. Unter diesem quert man südwärts und gelangt so zum blockigen Gipfelnordrücken. Über ihn einfach zu dem hölzernen Gipfelkreuz des Gamsspitzls 3050m.
Zurück zur Abzweigung. Wir folgen dem blockig-plattigen Nordostgrat des Wilden Freigers. Eine steile Erhebung wird (kurz an glatten Platten seilgesichert) überschritten. Es folgt ein flaches, aber exponiertes Gratstück (teilweise seilgesichert) zwischen Grüblferner und Grünauferner.
Nach einem kurzen Firnfeld wird ein Felswulst seilgesichert überwunden. Danach steuern wir über Firn oder Platten die alte Zollhütte und darüber den Signalgipfel an.
Rechts folgen wir dem flachen Verbindungsgrat bis zum Gipfelansatz. Der grobblockige Ostgrat, der zum Gipfelkreuz 3418m hinaufleitet, ist unschwer zu erkraxeln.
11.09.2020
Rotgratspitze 3100m, die Rote Gratspitze ist ein unbedeutender 3000er am Verbindungrat zwischen Wildem Freiger und dem Westlichen Feuerstein.
Von der Nürnberger Hütte über Gletscherschliffe südwärts hinauf zum Freigersee und über mehrere Steilstufen in das oberste Kar unter dem Roten Grat. Links über Firnfelder und Geröll steil aufwärts zur Rote Grat Scharte (Übergang zur Teplitzer Hütte) und am einfachen Blockgratrücken Süd westwärts zum Gipfel 3100m mit kleinem Kreuz.
Teilnehmer: Marianne, Wolfgang und Hans
Rund um die Lenkjöchlhütte 2603m in Südtirol in der Venedigergruppe - Großen Rosshuf 3200m - Dreiherrnspitze 3499m - Ahrner Kopf 3051m
05.08.2020
Großen Rosshuf 3200m
Von der Lenkjöchlhütte herüber, der uns nicht ganz einfach (die Schlüsselstelle ist mit 3 Eisenstiften dürftig gesichert, zum hinteren Umbaltörl führt.
Es folgt ein kurzer schottriger Aufstieg nach links, bevor wir den Gletscherzustieg Richtung Dreiherrenspitze erreichen.
Nach ein paar Schneefeldern aber biegen wir schon wieder ab und suchen uns eine Route links hinauf zum Gipfel.
Man halte sich am besten in Sichtweite des Südkammes, vereinzelt haben wir sogar Steinmännlein gesehen.
Ein wenig Pfadfindergespür braucht man, und die Orientierung ist klar durch das Gipfelkreuz 3200m vorgegeben.
Die Aussicht ist grandios, unter uns das gewaltige Umbalkees, im Norden die Birnlücke und rundherum allerlei Gipfelmassen, zum Sattsehen.
06.08.2020
Dreiherrnspitze 3499m
Frühmorgens steigen wir kurz am Weg ab und zweigen rechts in den Weg Richtung Hinteres Umbaltörl ab.
Nun geht es steil und kurz etwas ausgesetzt am Westgratrücken des Ahrnerkopfs bis zur Wegverzweigung Vorderes/Hinteres Umbaltörl. Wir queren links die gesamte Nordwestflanke des Ahrnerkopfs über Firnfelder und Blockgelände bis ins Hintere Umbaltörl. Kurz vorher muss eine steile Felsrippe mithilfe von einigen Zapfen zehn Meter überklettert werden (II°). Aus dem Umbaltörl nordwärts steil auf erdigen Steigspuren und über grobe Blöcke hinauf zum Schlaitner Keesflecken unter dem Hohen Rosshuf.
So queren wir flach Unter der Althausschneide bis zur markanten Felsrippe und steigen dahinter im Linksbogen in der Firnmulde an. Diese führt zusehends steiler, nach einer Kante kurz flacher und danach wieder gehörig steil hinauf (zuletzt 45°) zur oft überwechteten Gletscherdachkante.
Flach geht es nordwärts weiter, wird bald wieder steiler. In einem weiten Rechtsbogen um den Eiswulst herum zum Westgrat und unter ihm im Firn zur Gipfelfelskuppe. Im gutgriffigen Felsen wird schnell und unschwer zur schönen Gipfelkreuzpyramide 3499m hinaufgeklettert.
07.08.2020
Ahrner Kopf 3051m
Von der Lenkjöchlhütte dann auf dem ins Wiental absteigenden Zugang kurz hinab zum rechts abzweigenden, und auf diesem die Gras- und Blockhänge querend und ein gutes Stück aufsteigend zur nächsten Weg Teilung (rechts geht der Steig zum Umbaltörl), kurz weiter und auf dem rechts abzweigenden markierten Gipfelsteig an der Westflanke über Blockwerk und Geröll steil, aber unschwierig hinauf zum Gipfel 3051m
Teilnehmer: Marianne, Wolfgang und Hans
22.05.2020 Klettern am Plombergstein!
Am Plombergstein in St.Gilgen am Wolfgangsee finden Kletterer ein Klettereldorado vor. Die Anzahl und Auswahl der Routen ist beachtlich, sehr zur Freude von Groß und Klein-Jung und Alt sowie Felsfreunden aus nah und fern.
Der familiengerechte gelegene Klettergarten führt ausgehend von St. Gilgen am Wolfgangsee auf den Gipfel des Plombergsteins, 830 m. Von oben genießt man ein herrliches Panorama über den idyllischen Wolfgangsee und die umliegenden Berggipfel. Besonders spannend für Kinder sind die durch Felsstürze entstandenen Schluchten und Höhlen im Abstieg.
Wenn's ums Outdoorklettern geht ist man mit Wolfgang und Erwin gut bedient. So kommt es nur gelegentlich vor (meist bei Neueinsteiger) das im untern fünften Schwierigkeitsgrat am Plombergstein Routen in Mehrseillängen geklettert wird.
Wir probierten zuerst den Brunnbachsteig, der eigentlich ein kleiner Übungsklettersteig im Bereich des Klettergartens zum Aufwärmen ist.
Er ist rund 70 m lang im Auf- und Abstieg als Runde um den Klettergarten zu begehen. Schwierigkeit ist A und B.
Anschließend steigen wir beim Schmied Klettersteig C ein! Vom Einstieg geht es über die Ahornplatte zur Eibenquerung, wo die teilweise überhängende Einstiegsvariante "kurz, aber heftig" einmündet. Horizontale, luftig an der Wand befestigte Leitern führen zum Fichtenschlag und dem ersten Notabstieg. Nach kurzem Gehgelände geht es über die Eisrampe zum Lärchenblock. Der Lärchenblock ist eine geneigten Plattenwand, die diagonal nach oben gequert wird. Es folgt der zweite Notabstieg und das Zwischenspiel. Nach einem kurzen Waldweg wird die Gamsplatte erreicht. Über das Marderband kommt man zur Reischlleiter. Nach einer kurzen Steilstufe erreicht man die Faschlbrücke, die rechts etwas schwieriger umgangen werden kann. Über den Voglbeerpfeiler und den weißen Pfeiler wird das Steigbuch erreicht.
Teilnehmer: Johannes, Sandra und Hans