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An diesem wunderschönen sonnigen Sonntag hatten wir das Ziel, den Gipfel der Steinplatte über den Klettersteig „s´Schuastagangl“ zu erklimmen.
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Nach einer kleinen Diskussion entschieden wir uns dazu, die Kletterausrüstung doch mitzunehmen, da sich vermutlich in Gipfelnähe ein Klettergarten befinden sollte. Manfred entschied sich dazu die meiste Ausrüstung zu tragen, damit er seinen extra großen Rucksack vollbekommt. Gemeinsam wanderten wir in praller Sonne (gut dass wir uns alle extra dick mit Sonnencreme eingeschmiert hatten) zum Einstieg des Klettersteigs. Dies war für einige schon ganz schön schweißtreibend und augenreizend.
Kurz vor dem Einstieg des Klettersteigs genehmigten wir uns noch eine kurze Pause um eine Kleinigkeit zu essen und etwas zu trinken. Danach legten wir unsere Klettergurte an und banden uns in die Klettersteigsets ein. Nach dem obligatorischem Partnercheck und einer Einweisung in das Klettersteiggehen begannen wir mit dem Einstieg in den Klettersteig. Bei diesem schönen Wetter war der Klettersteig sehr belebt und ein Vorankommen war nur langsam möglich.
Die ersten Höhenmeter gestalten sich für uns 2 Neulinge als spannend und aufregend. Nach mehrmaligem Umhängen der Karabiner war auch der Umgang mit dem Klettersteigset für uns nichts mehr Ungewöhnliches. Am "Knieschladerer" angekommen konnten wir uns entscheiden, ob wir außen rum, die schwierigere oder geradeaus die leichtere Route gehen wollten. Es entschieden sich fast alle, außer unserem Kameraden mit dem extrem schweren Rucksack, für die schwierigere Route.
Am Knieschladerer wurde es dann auch noch spannend, da wir ganz nah einen Hubschrauber hörten, ihn aber nicht richtig orten konnten. Nach einiger Zeit stellte sich heraus, dass es sich um Rettungshubschrauber handelte, der sich direkt unter uns im Einsatz befand (Wanderer gegen Steinschlag, kleine Lektion „Warum trage ich einen Helm?“). Im Anschluss mussten wir eine kleine Seilbrücke überqueren. Nach dem Bezwingen des restlichen etwas schwierigeren Anstiegs erreichten wir alle den Gipfel und freuten uns über die wunderschöne Fernsicht. Wir, die 2 Neulinge waren auch sehr begeistert vom Klettersteiggehen. Dieser Klettersteig wird sicherlich nicht unser Letzter sein.
Nach der wohlverdienten Brotzeit am Gipfelkreuz konnten wir uns nicht entscheiden, ob wir noch Klettern sollten oder nicht. Wir einigten uns auf den Abstieg Richtung Parkplatz, da die Zeit doch schon fortgeschritten war. Auf dem Weg Richtung Parkplatz begaben wir uns noch auf eine Aussichtsplattform, die über den Berg hinausragt. Durch den Boden der Plattform konnte man mehr als 100 Meter nach unten schauen.
Im Verlauf des weiteren Weges nach unten erblickten wir ein Schild das auf einen Weg seitlich führt, wo spezielle Kletterausrüstung erforderlich ist. Kurzentschlossen legten wir voller Begeisterung unsere Kletterausrüstung wieder an und begaben uns auf den kurzen, aber interessanten Gamssteig abwärts. Am Wandfuss angekommen bestand Unschlüssigkeit über den weiteren Verlauf des Pfades. Der von uns gewählte Weg nach links war natürlich verkehrt. Nach kurzem Telefonat mit unserem Navigationssystem Manfred (der bereits bei einem Radler auf uns wartete) machten wir die uns allen bekannte Kehrtwende.
Kurz vor dem Erreichen der Alm konnten ein paar von uns nicht an einem wunderschönen Boulderfelsen vorbeiwandern, dieser musste unbedingt noch bezwungen werden. Am Parkplatz beim Auto angekommen stellten wir fest, dass wir uns die Hälfte vom Gewicht der Rucksäcke sparen hätten können, da die mitgenommene Kletterausrüstung nicht zum Einsatz kam. In etwas mehr als die Hälfte der Anreisezeit bestritten wir die Heimfahrt.
Zuhause angekommen sortierten wir unsere 7 Sachen und entschlossen uns zu einem spontanen Besuch beim Chinesen, da unsere Mägen nach diesem wunderschönen Tag sehr knurrten.
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