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| Die Unterbringung im strandnahen ****Hotel “Atlantis Dunapark Be Live” in Corralejo, im äußersten Nordosten der Insel, ist ausgezeichnet – die Verpflegung prima und sowohl der Wein, ein Rosado, abends im Flaschenkühler serviert als auch die halbe Bier haben die richtige Temperatur. | |
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| Ein straffes Programm, sechs Wandertage – jeden Tag ein neues Erlebnis - stehen uns bevor. Fünf Tage diese Woche haben wir einen Kleinbus zur Verfügung, der uns zu den Ausgangspunkten, mal in eine kleine Ortschaft, das andere mal einfach nur an eine Straßenkreuzung bringt, um uns am Ende der Tour andernorts wieder aufzulesen. Andreas Calimann, unser Wanderführer vor Ort, lebt seit vielen Jahren auf Fuerte – die sportlichen Möglichkeiten haben ihn einst hierher verschlagen. Unser “Fuertescout” versteht es ausgezeichnet, uns mit einfachen, klar verständlichen Worten die Kargheit, gleichzeitig die Schönheit der Insel, während der Busfahrt und den Wanderungen verständlich zu machen. Sein umfassendes Hintergrundwissen schafft er hervorragend durch brillante Wortwahl zum Ausdruck zu bringen. Geschichtliches wird zeitnah projeziert, die vorhandene Flora eingehend besprochen. Bei der spärlich anzutreffenden Fauna, einzig die zahlreichen Ziegen erwecken immer wieder unser Interesse, kann er uns mit der Zusage, dass es keine giftigen Tiere auf der Insel gibt, beruhigen. | |
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| Geschickt findet er immer passende Worte, auf weniger abwechslungsreichen Wegstrecken nie Langeweile aufkommen zu lassen. Montag und Mittwoch durchwandern wir im Nordwesten der Insel “Barranco´s”, größtenteils ausgetrocknete Flußtäler, vom Landesinneren zur Küste, durch Dünenlandschaften mit bizarren Sandsteinformationen und Talböden, mal schmal und steinig, dann wieder breit und sandig, umrahmt von großartiger Felskulisse. Andreas ist über weite Strecken hinweg barfuß unterwegs – er scheint “Wüstenfüße mit Ledersohle” ähnlich der Paarhufer mit Höcker zu haben. | |
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| Der Rückweg führt stets entlang der gewaltigen Steilküste durch eine mit Lavasteinen übersäte “Mondlandschaft”, mal mit Gegenwind der Windstärke 6 gen Norden, der an eine Sandstrahlbehandlung erinnert, ein andermal mit fast ebenso starken Rückenwind Richtung Süden, ein wesentlich angenehmeres Vergnügen. | |
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| Am Dienstag fahren wir in den Küstenort Ajuy, fast in Inselmitte, mit prächtigem schwarzen Strand – nach einer kleinen Stärkung führt uns die Wanderung im ausgetrockneten Bachbett, vorbei an einer palmengesäumten Quellfassung, hinauf zu einer grandiosen Schlucht. Nach einem felsigen Berganstieg kommen wir zu einer kleinen, weiß getünchten Kapelle inmitten der Felsszenerie. An einer aufgelassenen Wasserleitung aus Steinrohren entlang führt der Weg zu einer mächtigen Staumauer aus riesigen Steinblöcken, hinter der sich ein verlandeter Stausee befindet und weiter geht es im Flussbett mit vegetationsreichem Uferbewuchs bis kurz vor den geschichtsträchtigen Ort Betancuria. | |
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| Zur Abwechslung erklimmen wir Donnerstags nach einem Anmarsch durch ein größeres “Malpais”, einem typischen Lavafeld, den Vulkan Montana Arena, einen der jüngsten Vulkane der Insel. Nach einem eher weglosen Aufstieg erreichen wir bei stürmischem Wind den Kraterrand auf 426 m Seehöhe – unser erster Gipfelsieg wird mit Gruppenfoto dokumentiert. | |
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| Ein einmaliger 360° Rundblick eröffnet sich unseren Blicken, noch dazu, wo wir das Glück des Tüchtigen, strahlenden Sonnenschein, haben. Selbst die Tatsache, dass wir beim Abstieg einen Verletzten verzeichnen müssen, kann die gute Stimmung beim gemütlichen Ausklang auf der Terasse eine landestypischen Lokals in Maho nicht beeinträchtigen. Freitag steigen wir nach der Besichtigung einer Ziegenfarm in den mächtigen “Gran Barranco” ab, wo wir an der Küste zum Naturwunder “Arco de Jurado”, einem riesiegen Loch im Lavafelsen gelangen. Nach ausgedehnter Rast am brandungsumtobten Strand erklimmen wir die schroffen Klippen und wandern am flachen Küstenhöhenweg nach Ajuy, wo wir beim Abstieg interessante Sandsteinformationen passieren. | |
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| Unser letzter Wandertag führt uns vom Hafen in Corralejo zur Insel Lobos, die wir nach knapp einer halben Stunde stark schwankender Bootsfahrt erreichen. Die unbewohnte Insel wird auf einem Rundwanderweg erkundet, einige “stürmen aus Zeitgründen” auf den Vulkan Lobos, damit auch der bestiegen ist, und treffen auf den Rest der Gruppe am Leuchtturm im Norden der Insel. In einer geschützten Bucht kurz vor der Bootsanlegestelle genehmigen wir uns ein gutes Tröpfchen beim Wirt der einzigen Fischerkneipe weit und breit. | |
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| Wir, das sind insgesamt fünfzehn Teilnehmer der Wandergruppe, haben durch die umsichtige und professionelle Führung von Andreas eine wunderschöne und abwechslungsreiche Wanderwoche erleben dürfen – nicht zuletzt, da auch das Wetter optimal mitgespielt hat. Den Reiz dieser doch ansich kahlen, wüstenähnlichen Insel, an der knappsten Stelle nur ca. 90 km von der Sahara am afrikanischen Kontinent entfernt, kann man sicherlich nur durch Wandern in freier Natur erleben. DANKE Andreas für die perfekte Organisation und Durchführung vor Ort, Hans für die umsichtige Vorbereitung der Wanderreise und ALLEN Teilnehmern für die Gruppendynamik, ohne die ein solches Vorhaben nur halb so erlebnisreich wird. Berg frei Kurt | |
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