![]() | Aus der geplanten Schneeschuhtour wurde nichts – Schneemangel allerorten – zumindest im Vorfeld. Wir vereinbaren schon zuhause per email, die angesagte Tour in eine Wanderung zum Schwarzensee umzuwandeln. Gesagt = getan, bei der Ankunft an der Seepromenade in Strobl ist außer den nasskalten Temperaturen nicht wirklich „Schneeschuhwinter“, und so machen wir uns, zusammen mit Maximilian, unserem Jüngsten, auf den Weg entlang der Ischler Ache Richtung Schwarzenbach, um von dort über den „Wierersteig“ zum Schwarzensee aufzusteigen. |
Eine eindrucksvolle Schluchtwanderung im steilen Gelände, Eisentreppen wechseln mit Felspassagen, schmalste Pfade mit bequemen Rastplätzen – alles bestens gesichert mit einem durchgehenden Drahtseil ermöglichen ein problemloses Aufsteigen, trotz der hier vorhandenen Neuschneemengen, die sich im Lauf der letzten Stunden angesammelt haben.
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Eine fantastische Stimmung, ungewohnt in diesem bis jetzt schneearmen Winter kommt auf, fahles Licht wechselt mit ungewohnt heftigem Schneetreiben und lässt uns in eine zauberhafte Winterlandschaft eintauchen.
Nach knapp zwei Stunden erreichen wir das Seeufer – fast gespenstisch liegt die Wasserfläche, gespickt mit einigen Eisinseln, unter uns. Wir befinden uns knapp unter der Hochnebeldecke, eine tolle Stimmung breitet sich aus. Rund um den See führt uns der Weg – mitten drin machen wir Brotzeit an einer Weggabelung, ein etwas ungewöhnlicher Platz, was soll´s – und so haben wir auch gleich einen „Verletzten“ zu beklagen, er hat die „Schärfe des Taschenfeitls“ unterschätzt.
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Ab der Westseite des Seeufers müssen wir spuren, genauso ergeht es uns auf dem weiteren Rückweg über den „Sattelweg“, der uns auf eine Höhe von knapp 810 m führt, unser heutiger Gipfelsieg. Heftiger Schneefall begleitet uns auch beim Abstieb vorbei an der „Mauruskapelle“ Richtung St. Wolfgang, kurz zuvor passieren wir die Abzweigung des Sommerauweges, der uns bei unserem ursprünglichen Vorhaben auf den Vormauerstein geführt hätte.
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Im anschließend freien Gelände „waten“ wir durch gut 20 cm hohen Neuschnee, vorbei an der Jausenstation „Holzerbauer“, hinunter zur Seelände. Hier ist es aus mit dem Schneefall, auch das liegengebliebene Weiß macht sich wieder rar.
Ein Teil des Panoramaweges führt uns um den Bürglstein herum, ein sehr schöner, aussichtsreicher, gut angelegter Steig über und am Wasser des Wolfgangsees zurück zu den Fahrzeugen. Wie gewohnt beschließen wir unsere Tour mit einem Einkehrschwung, diesmal beim Kirchenwirt am See, und lassen die letzten Stunden Revue passieren. Die aktuelle Info - Hannes Reichelt hat den Abfahrtslauf in Kitzbühel überraschend gewonnen – lässt Freudenstimmung aufkommen. Schön ist´s wieder mal, auch wenn das Wetter nicht seine Sonnenseite präsentiert.
Berg frei
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