bei Bischofswiesen im Berchtesgadner Land am Donnerstag, 30. Dezember 2010
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Schon bei unserem Treffpunkt um 09.00 Uhr zeichnet sich ab, dass diese Wanderung u.U. kein „highlight“ im Vereinsjahr wird – grad mal fünf an der Zahl gehen auf Tour, obwohl der Wetterbericht für die Nordalpen Sonnenschein angekündigt hat. Wir nutzen den Umstand und bilden EINE Fahrgemeinschaft.
Nach einer guten Stunde Fahrzeit erreichen wir unser Ausgangsziel, das Hochschwarzeck zwischen Loipl und Ramsau, wo uns bereits Bergfreunde aus Taiskirchen und Mettmach erwarten.
Nun sind wir zehn an der Zahl – neun Wanderer und ein Skitourengeher. |
Unser Aufstieg führt entlang der Rodelbahn – wir können den zahlreich zu Tal „rasenden“ Schlittenfahrern immer rechtzeitig Platz machen und einige auch anfeuern und ermutigen.
Nach einer knappen Stunde erreichen wir, zeitgleich mit unserem Tourengeher, der den Pistenrand zum Aufstieg benutzt hat, den „Hirschkaser“, ein Berggasthof mit grosser Sonnenterrasse. Leider haben wir seit gut der Hälfte des Aufstiegs und auch jetzt nur eine graue, undurchdringliche Nebelwand rundum.
Nach kurzer Rast brechen wir auf Richtung Gipfel „Toter Mann“, mit 1392 m die höchste Erhebung unserer Tour. Auch hier oben keine bessere Sicht – leider, denn hier würde sich ein toller Rundumblick anbieten – vom Hohen Göll ganz im Osten, über Watzmann und Hochkalter im Süden bis zur Reiter-Alpe im Westen lägen diese namhaften Bergstöcke zum Greifen nah.
Aber was soll´s – das Wetter läßt sich nun mal, Gott sei Dank, nicht beeinflussen.
Mit einem herzlichen „Berg frei“ beim kleinen Bildstock besiegeln wir unseren „Gipfelsturm“ und wenden uns dem Abstieg in östlicher Richtung zu. Hier nutzen wir die gute Schneelage, um stellenweise die Kehren des Steiges abzukürzen. Bevor wir unser nächstes Ziel, das Söldenköpfl, besser gesagt die gleichnamige Gaststätte erreichen, bessert sich die Sicht gewaltig.
Wir können durch Wolkenfetzen die im gleißenden Sonnenlicht liegende Westseite von Göll und Hohem Brett wahrnehmen – vielleicht waren wir auch nur am „falschen Berg“ unterwegs.
Im Berggasthof angelangt, lassen wir uns kulinarisch verwöhnen - „Seniorenteller“, gschmackig und gross wie Normalportionen und Kuchenstücke in imposantem Ausmass sowie ein „Abschiedsschnapserl“ erleichtern uns nicht gerade den Aufbruch.
Am späteren Nachmittag machen wir uns auf den Rückweg entlang der Soleleitung von Berchtesgaden nach Ramsau, der uns nach annähernd 1 ½ Std. Gehzeit und kurzem Anstieg wieder zurück zu unseren Fahrzeugen bringt, wo uns der Skitourengeher bereits erwartet.
Alles in allem ein gelungener Wandertag am vorletzten Tag des alten Jahres - mit den besten Wünschen für das Neue Jahr und gutem Gelingen unserer Vorhaben verabschieden wir uns mit einem
Berg frei
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