Outdoorklettern im Klettergarten KleefeldHeute wars wieder soweit. Nach den langen Wintermonaten in der Halle gings raus in die Natur zum Klettern.
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Keine Route war zu lang, zu hoch, zu schwer. Wie eine kleine Gemse bezwang sie den Berg. Da hatte sogar der Papi manchmal das Nachsehen. Ich bin sicher, sie ist das nächste Mal auch wieder dabei.
Ein paar der Teilnehmer haben sich dann auch zum nahegelegenen Übungsklettersteig aufgemacht. Weils so lustig ist, schnell mal drei Runden gedreht. Ein bißchen üben kann ja nie schaden, da wir heuer noch ein paar richtige Klettersteige bezwingen wollen.
Am Nachmittag gab es außerdem noch eine Lehrstunde im Setzen von Klemmkeilen und Friends. Und um zu sehen, ob die Sicherung wirklich seinen Namen vedient, haben wir (natürlich mit entsprechender zweiter Sicherung) auch Stürze in die selbstgelegte Sicherung simuliert. Ist schon beeindruckend, wie es einen Klemmkeil oder Friend aus dem Felsen rauskatapultiet, wenn er nicht richtig gelegt ist. Aber es wurde von Mal zu Mal besser, war ja auch Sinn der Übung.
Um fünf Uhr war der Klettertag dann leider schon wieder zu Ende.
Nach dem kurzen Abstieg zu den Autos gings wieder Richtung Heimat. Nach einem Zwischenstopp bei der Eisdiele in Mattighofen kamen wir gegen sieben Uhr wieder zu Hause an.
Auf jeden Fall hat es allen richtig Spass gemacht, und wir freuen uns schon auf den nächsten Outdoor-Klettertag.
Das Betreuerteam Sportklettern.
Team Master Bouldercup 2010 in GallneukirchenAm Sonntag war es endlich soweit. Nach einem mehrwöchigen intensiven Training ging es um 7 Uhr los. Drei vollbesetzte Kleinbusse machten sich mit 15 Kindern und 8 Erwachsenen in Richtung Gallneukirchen auf.
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Alles in Allem kann man unseren Kleinen zu dieser hervorragenden Leistung nur gratulieren. Am Wichtigsten ist aber, dass es allen Teilnehmern sehr gut gefallen hat. Ich hoffe, dass auch nächstes Jahr wieder so viele mitmachen.
Das Betreuerteam Sportklettern
Hochburg-Ach 1 (U10) - 2. Platz
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Hochburg-Ach 2 (U10) - 5. Platz
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Hochburg-Ach 3 (U13) - 3. Platz
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Hochburg-Ach 4 (U16) - 4. Platz
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| Frühjahrsputz des Steinbruchs Schärding am Samstag, 10. April 2010
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Markus, Raphael, Manuel, Gottfried und Daniel
Sportklettern ist nicht nur "kraxeln". Sportklettern ist eine Sportart, die sowohl Körper als auch Geist bis aufs Äußerste fordern kann. Sportklettern birgt auch ein gewisses Risiko. Um unseren Mitgliedern, vor allem unseren Kindern, ein solides Grundwissen zu vermitteln, wurde die Sportklettergruppe “Die Kletterfreaks“ gegründet. Im Rahmen dieses Projektes verfolgen wir zehn Ziele:
Partnercheck
Sicherungstechniken
Handhabung verschiedener Sicherungsgeräte
Knotenkunde
Beweglichkeit
Kraft und Ausdauer
Motorik
Sinneswahrnehmungen
Griff- und Fußtechnik
Steigetechnik
Eindrehtechnik
Quergangtechnik
Gegendrucktechnik
Spreiztechnik
Stabilisierungstechnik
statisches/dynamisches Klettern
Brain-Gym
Kletterübungen mit Hand-Auge-Koordination
Übungen zur Steigerung des Gleichgewichtes
Verbesserung des Verhaltens in der Gruppe
Durchführen von gemeinsamen Spielen
Steigerung des gegenseitigen Vertrauens und des Zusammenhalts
Planen und Durchführen von gemeinsamen Ausflügen und Zeltlagern
Den Kindern Beachtung schenken
Beim Sichern auch für andere Kinder als verlässlicher Partner da sein, dadurch Stärkung des Verantwortungsbewusstseins.
Als Vorbild dienen und dadurch die Basis schaffen für einen Generationenwechsel im Verein
Nachwuchsförderung
Kindern ein Programm bieten, dass begeistert und zum Mitmachen anregt
Alternativen zum Komasaufen bieten
Durch das kinästhetische Erleben des gesunden Körpers auch präventiv gegen Drogenmissbrauch arbeiten
Die eigene Angst eingestehen und darüber reden können
Sinnvolles Angstmanagement
Den Transfer in den Alltag und in die Zukunft schaffen
Alle 2 Wochen wird Freitags am Nachmittag ein Klettertraining in einer Kletterhalle angeboten. Die Grobstruktur des Klettertrainings ist:
Ankommen in der Gruppe
Aufwärmen
Kletterspiele
Klettertechniktraining
Übungen zur Sicherheit und zur Bedienung der Sicherungsgeräte
Freies Klettern
Beim Klettern ist die Sicherheit ein wichtiges Thema. Die Sicherheit wird dadurch erhöht, dass wir die grundlegenden Sicherheitsregeln wiederholt üben und dadurch ein hohes Niveau der Ausbildung erreichen. Das wird auch gewährleistet, indem sich die Betreuer selbst weiterbilden. Wir haben einen staatlich geprüften Lehrwart und sechs ausgebildete und geprüfte Übungsleiter. Drei der Übungsleiter sind Kandidaten für eine Instruktorenausbildungen in Hochalpin, Klettersteig und Felsklettern.
Für die Kinder ab 12 Jahren bieten wir einmal im Jahr die Möglichkeit, eine Prüfung abzulegen und einen Kletterschein zu erwerben. Damit werden die erworbenen Fähigkeiten nachgewiesen. Die Anforderungen zum Erwerb des Kletterscheines sind in Broschüren dokumentiert und durch die alpinen Vereine Österreichs vorgegeben.
Die Beweglichkeit und Ausdauer wird bei den Aufwärmübungen in der Boulderhalle trainiert. Hier werden auch Übungen und Bewegungsabläufe wiederholt und einstudiert, die für die allgemeine Motorik nützlich sind.
Klettern ist ein Ganzkörpersport. Durch die verschiedenen Klettertechniken werden nicht nur die Arm- und Beinmuskulatur, sondern auch die Rumpfmuskulatur wesentlich gestärkt, wodurch Haltungsschäden, wie z.B. durch das lange Sitzen in der Schule, vermindert werden können.
Aktive Beweglichkeit ist beim Sportklettern eine Vorraussetzung für Kraft sparendes und elegantes Klettern. Beim Ausspreizen und hohen Antreten wird eine ausgeprägte Dehnfähigkeit im Hüft – und Beckenbereich verlangt. Das Verwinden des Rumpfes und der Schultern ist wiederum für die Eindreh- und Kreuzbewegungen wichtig. Für die verschiedenen Klemmtechniken müssen die Hand- und Fußgelenke entsprechend beweglich sein. Die aktive Beweglichkeit wird somit bereits über das Erlernen der Klettertechniken entscheidend verbessert.
Sehen und Tasten sind die beiden elementaren Sinne, die im Sportklettern angesprochen werden. Sehen, weil eine Route visuell erkannt und die Situation interpretiert werden muss. Tasten, weil Hände und Füße die Werkzeuge für das Klettern sind.
Nur durch das Hören auf den eigenen Körper, durch ein funktionierendes Zusammenspiels des gesamten Körpers und einer entsprechenden körperlichen Verfassung wird es möglich, auch schwierigere Routen zu meistern.
Die Förderung der sozialen Kompetenz ist uns ein wichtiges Anliegen, weil das eine der wichtigen Fähigkeiten für die Kinder in ihrem späteren Leben darstellt, wie z.B. beim Umgang mit Mitmenschen, bei der Suche nach einem Ausbildungs- oder Arbeitsplatz. Wir stärken das gegenseitige Vertrauen, indem sich die Kinder ab acht Jahren gegenseitig sichern dürfen. Ein Kind klettert an der Wand. Ein zweites Kind sichert unter Aufsicht eines Betreuers. Ein drittes Kind hält das Sicherungsseil in der Hand als zusätzliche Absicherung. Dieses Vorgehen stärkt die Fähigkeit, sich auf andere Kletterpartner zu verlassen sowie für die Kletterpartner als ein verlässlicher Sicherer zu wirken. Die Folge davon ist ein gesteigertes Selbstvertrauen.
Ein anderer wichtiger Punkt ist der Partnercheck vor dem Klettern. Dabei werden fünf Punkte überprüft:
Einbindeknoten?
Sicherungsknoten?
Gurt
Sicherungsgerät
Seilende
Diese Routine vor jedem Klettern schafft gegenseitiges Vertrauen unter den Kindern.
Sehr förderlich für die Stärkung der sozialen Kompetenz ist, dass keine großen finanziellen Aufwendungen anfallen. Die Ausrüstung von Kletterschuhen und Klettergurt wird vom Verein gestellt. Für Kinder ab acht Jahren ist in die Kletterhalle eine Eintrittsgebühr von einem Euro pro Tag zu entrichten. Für die Ausrüstung erheben wir einen Unkostenbeitrag von zehn Euro pro Jahr. Diese geringen Gebühren ermöglichen es auch Kindern aus finanziell schwächeren Familien an unserem Angebot teilzunehmen, was wiederum die Chancengleichheit erhöht. Dies ist unter anderem nur möglich, da die gesamten Leistungen der Betreuer freiwillig und ehrenamtlich erbracht werden. Bei unseren Kletterfreaks können vorurteilslos alle Kinder mitmachen. Es nehmen Kinder aus verschiedenen sozialen Schichten teil ohne jede Benachteiligung. Unter den Kindern entstehen langfristige Freundschaften, durch das gemeinsam erlebt, die oft auch noch nach der Mitgliedschaft bei den Kletterfreaks andauern.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist das Zusammenführen von Generationen. Der jüngste Teilnehmer ist 4 Jahre alt, der älteste Betreuer ist 67. Das hilft durch den Abbau von Vorurteilen beim gemeinsamen Zusammenleben.
Die Gruppenzugehörigkeit wird auch durch ein eigenes T-Shirt, dass Dank einiger Sponsoren relativ günstig abgegeben werden konnte, untermauert.
Einmal im Jahr findet ein dreitägiges Zeltlager an einem See statt. Dort werden Aktivitäten durchgeführt wie gemeinsamer Auf- und Abbau des Lagers, Ballspiele, Bootsausflüge, Klettern und gemeinsames Kochen und Essen. Ebenso einmal im Jahr findet ein zweitägiger Kletterkurs in einem ehemaligen Granitsteinbruch statt. Übernachtet wird auf einer Naturfreundehütte mit gemeinsamen Abendessen, Ballspielen und Übernachtung im Matratzenlager.
Durch das Klettern im Freien und weitere Outdooraktivitäten wird der Bezug zur Natur hergestellt und das Umweltbewusstsein gestärkt. Gerade beim Klettern findet eine intensive körperliche und geistige Auseinandersetzung nicht nur mit sich selbst, sondern auch mit der natürlichen Umgebung statt. Man lernt nicht nur einen nackten Felsen kennen, sondern setzt sich auch mit der Fauna und Flora auseinander, die sich in so einem Lebensraum befindet, wodurch erst Umweltbewusstsein entstehen und auch zu einem aktiven Naturschutz führen kann.
Um die Motivation zu steigern wird mit den Kindern an Wettkämpfen teilgenommen. Hierfür führen wir einen vereinsinternen Klettercup durch, bei dem die Kinder in verschiedene Altersklassen eingeteilt werden. Bei diesen Wettkämpfen werden für die besten Kinder Medaillen vergeben. Als Preis für alle Kinder, auch jene, die diesmal nicht auf einen Stockerlplatz geklettert sind, werden Sachpreise verlost. Als größere Herausforderung nehmen wir auch an Gebiets- und Landesklettercups teil, bei denen wir auch gute Platzierungen erreichen konnten. Ein besonderer Höhepunkt im Vereinsjahr ist ein grenzüberschreitender Klettercup, an dem Gruppen aus Oberrösterreich und dem benachbarten Bayern teilnehmen. Dieser Klettercup wird von mehreren Ortsgruppen gemeinsam organisiert. Betreuer unseres Vereines helfen ebenfalls mit, damit dieses Ereignis stattfinden kann. Dieser Klettercup wird von Sponsoren gefördert.
Oftmals konnten wird bei Wettkämpfen auf den ersten Plätzen punkten.
Dieser Punkt wurde uns von mehreren Kindern, die mittlerweile als Betreuer und Betreuerinnen arbeiten bestätigt. Für uns ist es wichtig, dass wir Kindern ein Programm bieten, dass begeistert und zum Mitmachen anregt. Für die kleineren Kinder bieten wir Alternativen zum passiven Fernsehkonsum. Bei älteren Kindern ist oftmals Alkoholmissbrauch ein Thema. Durch die Integration in die Gruppe sind keine solchen Mutproben erforderlich. Vielmehr werden durch das kinästhetische Erleben des gesunden Körpers die Defizite deutlich, die der Konsum von Alkohol und Drogen nach sich ziehen. Durch den Konsum von Alkohol wird das Gleichgewicht gestört sowie die körperliche Leistungsfähigkeit eingeschränkt. Kletterrouten, die im nüchternen Zustand geklettert werden können, sind nach dem Alkoholkonsum nicht mehr möglich. Die Folgen können sofort von jedem nachvollzogen werden, da sind keine Ermahnungen und Verbote erforderlich.
Oftmals ist es erforderlich, dass eine schwierige Route mehrfach versucht werden muss, bis es einem gelingt, diese zu besteigen.
Deswegen braucht es das Bewusstsein, dass Misserfolge auch Erfolge sein können, wenn wir herausbekommen, warum die Misserfolge passiert sind. Nur wer aus seinen Misserfolgen lernt und entsprechend handelt, kann erfolgreich sein. Diese Fähigkeit ist eine wesentliche Voraussetzung, um nicht nur im Sport, sondern vor allem im täglichen Leben bestehen zu können.
Der Umgang mit Angst ist auch ein Thema, dem wir uns annehmen. Ein großer Schritt ist es, die Angst zu zeigen. Für uns ist es normal, dass Kinder die zum ersten Mal klettern, in einer bestimmten Höhe Angst bekommen. Kein Kind wird gezwungen weiter zu klettern. Durch gezielten Einsatz von Ressourcen kann die Angst überwunden werden.
Angst motiviert zur Bewältigung von realen Bedrohungen, sie hilft daher bei der Persönlichkeitsentwicklung. Angst fordert, aber sie fördert auch. Unser Leben ist ständig Gefahren ausgesetzt. Wir können sie nicht beseitigen, sondern nur besser bewältigen und damit umzugehen lernen. Diese Erfahrungen aus einem sinnvollem Angstmanagement können für die Kindern in ihrem Alltag und auch in der weiteren Zukunft sehr nützlich sein.
Seit dem Beginn des Projektes im Jahr 1998 mit einem Betreuer und 5 Kindern konnten wird die Teilnehmerzahl kontinuierlich auf derzeit 55 Kinder und 16 Betreuer steigern.
Das Ausbildungsniveau konnte in dieser Zeit auf derzeit einen geprüften Instruktor und sechs geprüfte Übungsleiter gesteigert werden.
Der Nutzen der Aktivität ergibt sich aus der Förderung des gemeinsamen Zusammenlebens und der Nachhaltigkeit. Von den ehemals betreuten Kindern arbeiten jetzt vier als Betreuer mit.
Durch das kontinuierliche Angebot der Betreuung der Kinder konnte die Mitgliederzahl im Verein gesteigert werden, sodass wir zu den Ortsgruppen in Oberösterreich mit der höchsten Steigerungsrate an Neumitgliedern im Jahr 2008 gehörten.
Dieses umfangreiche Angebot für die Kinder ist nur durch die gute Zusammenarbeit der Betreuer möglich. Die finanzielle und ideologische Unterstützung des Vereinsvorstandes sowie die ehrenamtliche Tätigkeit der Betreuer ermöglicht es uns, die Kosten niedrig zu halten.
Eine Idee war, dass ein ehrenamtliches Engagement der Eltern am einfachsten erreicht werden kann, indem ein attraktives Angebot für Kinder realisiert wird. Die geglückte Umsetzung der Elterneinbindung kann bestätigt werden.
Für die Zukunft planen wir eine Ausweitung der Ausbildung. Zum einen sind Ausbildungen zu staatlich geprüften Instruktoren geplant sowie der Besuch von Seminaren, die den pädagogischen Umgang mit den Kindern zum Inhalt haben. Eine Weiterbildung zum therapeutischen Klettern ist geplant um auch Kindern mit psychischen Problemen helfen zu können.
„Klettern ist Sport.
Gegenüber anderen Sportarten ist es arrogant zu behaupten, es sei mehr. Als Sport beinhaltet Klettern jedoch die Chancen, jenseits der körperlichen Leistung eine fantastische Natur zu erleben und in interessante Länder zu reisen.
Insofern wird dieser Sport auch zu einem Lebensstil.“
(Wolfgang Gülich, Kletterpionier)
Ein Teil der Kinder und Betreuer. Das Foto ist entstanden für die Sponsoren der T-Shirts im Februar 2009. Im Hinterrund sieht man die Kletterhalle.