Wanderausflug nach Garmisch-Partenkirchen
Newskategorien : Radwandern
Veröffentlicht von Kurt auf 08-07-2012 13:55:

„Wanderausflug“ vom 07. - 10. Juni 2012 nach Garmisch-Partenkirchen

Jahre haben wir´s uns vorgenommen – jetzt wurde der Wunsch umgesetzt – mit unserem „Einheimischen“ Mich´l besuchen wir das Oberland.

Donnerstag früh geht’s los, zu neun´t mit zwei PKW über Chieming zum Irschenberg, nach Bad Tölz und zum Kochelsee, unserer ersten Rast mit vernünftiger Brotzeit – die haben wir uns jetzt auch schon verdient. Weiter zum Walchensee, hier wäre die Rast noch schöner gewesen – siehe Foto – aber wer weiß, vielleicht hätte der eine oder andere bis hierher auch nicht mehr durchgehalten.

Pünktlich zur Mittagszeit sind wir in Garmisch angelangt, wo wir auch gleich zum ersten Ziel, dem Eibsee weiterfahren. Drei von uns nehmen die Aufstiegshilfe, sprich Zahnradbahn, in Anspruch, um zum Gipfel auf Deutschland´s höchsten Berg, der Zugspitze mit 2962 m, zu gelangen.

Walchensee

Sie haben bestes Sommerwetter, wolkenlosen Himmel und angenehme Temperaturen am Gipfel, aber auch immensen Andrang bei den Fahrten rauf und runter zu erdulden (noch dazu, wo ihr „Fahrzeug“ durch eine Panne eine unfreiwillige Pause im Tunnel „erfahren“ durfte).

EibseeEibseealm
Wir unten im Tal haben es entschieden besser, ein knapp zweistündiger Rundweg um den Eibsee mit seinem glasklaren Wasser und den romantischen Inseln läßt in uns Urlaubsgefühle aufkommen, nicht zuletzt wegen der grandiosen Ausblicke auf die Nordwestseite des Zugspitzmassivs.


 

Nach mehrmaligem Einkehrschwung im Seebuffet und auf der Eibseealm erwarten wir ungeduldig unsere „Gipfelstümer“, um gemeinsam das Quartier zu beziehen.  Ein Spaziergang zum wohlverdienten Abendessen in einem gemütlichen Gastgarten mit fescher Bedienung und „gstandenen Trachtlern“, heute ist ja Fronleichnam, läßt den ersten Urlaubstag ansprechend ausklingen.

Skischanze Garmisch-Partenkirchen
Freitag, beim Frühstücksbüfett, hat der Wettergott leider nicht mehr das richtige Händchen, trotzdem können wir unser Vorhaben in Angriff nehmen. Die Besichtigung der olympischen Skisprunganlage weckt Respekt von den Akteuren.Partnachklamm

Von hier aus wandern wir in die Partnachklamm – die Begehung dieses Naturschauspiels ist beeindruckend - eine phantastisch berauschende, zugleich nasse und geräuschvolle Kulisse wird uns hier präsentiert. Der hohe Wasserstand, kein Wunder bei den Wetterbedingungen der letzten Tage, läßt die Klammwanderung zu einem besonderen Erlebnis werden.
Eisenbrücke Partnachklamm


Nach gut eineinhalb Stunden Gehzeit sind wir durch und auch bereits auf der Partnachalm angelangt. Strahlender Sonnenschein läßt die zurückliegenden Strapaze des Aufstiegs schnell vergessen und nach einer kurzen Rast nehmen wir einen alternativen Rückweg über die „Eisenbrücke“, die in schwindelnder Höhe die Klamm überwindet und uns auf der gegenüberliegenden Seite zu einer idyllischen Alm nahe der Bergstation der Graseckbahn bringt. Kaspressknödel und andere Schmankerl verwöhnen unseren Gaumen, bevor wir, angesichts der aufziehenden Wolkenfront unseren Rückweg durch die Klamm in entgegengesetzter Richtung antreten. Kurz vor unseren Fahrzeugen werden wir vom herannahenden Gewitter überrascht.
In der Werdenfelserhütte

Zurück im Quartier wechseln wir die Klamotten (oder auch nicht) und schon geht’s auf zur „Werdenfelserhütte“, wo wir uns auf den vorbestellten Schweinsbraten (mit Kartoffelknödel, für den einen oder anderen etwas ungewöhnlich) freuen. Eine urige Stube ist für die nächsten Stunden unser zuhause, ideal angesichts des noch immer anhaltenden Regens. Die Stimmung ist zünftig, das Essen ausgezeichnet, aber viel zu viel, und das passende Schnapserl spendiert uns der zünftige Hüttenwirt.
Irgendwann ist Aufbruch, macht nichts, müssen wir doch heute abend die Fussball-EM „mitmachen“- in unserer Pension haben wir dazu Gelegenheit.

Mittenwald


Samstag ist das Wetter „greißlich“, es regnet ununterbrochen. Garmisch kennen wir schon, sagt Mich´l, und so fahren wir nach Mittenwald, auch recht. Eine perfekte Planung, hat dieser Ort doch einen Charm aus vergangen Zeiten mit einem Ortskern, der allen Wünschen nach Idylle gerecht wird.

Geisterklamm von LeutaschUnser Vorhaben, die „Geisterklamm“ von Leutasch zu besuchen, wird vorerst nicht realisiert, da beim Begehen des Wasserfallweges der Himmel seine Schleusen öffnet und den Versuch scheitern läßt. Zurück im Ort besuchen wir nach einer Mittagsrast im Posthotel das Geigenmuseum um anschließend einen zweiten Versuch der Klammwanderung zu wagen.
Kaum sind wir ein-, besser gesagt aufgestiegen, scheint die Sonne vom wolkenlosen Himmel und wir können die Leutaschklamm hoch über dem Wasser auf einem vor wenigen Jahren kühn angelegten Wanderweg aus Metallgerüststegen durchwandern.
Eisenbrücke über LeutaschklammLeutaschklammAuf dem Heimweg machen wir Halt für das Abendbrot in einer uralten Gaststube nahe Klais. Auch heute abend steht König Fussball als Abschluss auf dem Programm – keine schlechte Idee, haben wir doch ohnehin wieder einen erlebnisreichen Tag hinter uns.


Sonntag, Tag der Heimreise, schon wieder Regen. Unser aller Ziel, ein Aufstieg zur Aussichtsplattform „AlpspiX“ auf dem Osterfelderkopf unterhalb der Alpspitze, kann somit auch am letzten Tag nicht in Angriff genommen werden. Kann man nicht ändern, fürs Wetter kann keiner was.
RosenheimWir machen uns nach dem Frühstück auf den Heimweg, den wir in Rosenheim zur Mittagszeit unterbrechen und uns hier im Lokschuppen die Ausstellung „Tiefsee“ ansehen, die interessante Einblicke in die noch weitestgehend unbekannte Welt eröffnet. Nach einem kurzen Stadtbummel, zwischenzeitlich hat der Regen aufgehört, machen wir ein letztes Mal Rast in einem stilgerecht möblierten Kaffeehaus und lassen, wie üblich, die zurückliegenden Tage Revue passieren.

Es war, trotz des nicht immer idealen Reisewetters, ein erlebnisreicher Ausflug – wir bedanken uns bei Mich´l für seine Idee und sein Engagement.

Berg frei