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Wie ich den Hohen Sonnblick 3106m meinen ersten ...

 Alpin/Bergsteigen  Hans  11-08-2017 21:03  0  546 gelesen

Kein Gold, aber viele Höhenmeter

und wie ich den

Hohen Sonnblick 3106m

meinen ersten Dreitausender bestieg

30. - 31. Juli 2017

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Als ich das erste Mal im Talschluß von Rauris stand und den Sonnblick mit seinen 3106m

vor mir sah, war meine Motivation am Tiefpunkt, denn es regnete, besser gesagt es schüttete wie aus Kübeln.

Im strömenden Regen zogen Nick, Hans, Papa und ich unsere Bergschuhe und vor allem den Regenschutz an. Einige Meter  vor dem Naturfreundehaus Kolm Saigurn 1598m ließ aber Gott sei dank der Regen bald nach.

Auf dem Weg zur Neubauhütte bewunderten wir die Kletterkünste der Weidekühe,

den romantischen Barbara Wasserfall und wunderschöne Bergwiesen.

 

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Nach cirka 2 Stunden Wanderung kehrten wir in die Neubauhütte 2175m ein. Zum Abendessen versprach mir Hans ein Schnitzel, wenn ich noch mit unserer Gruppe eine Tour zu den Ruinen des längst vergangenen Goldrausches in diesem Gebiet unternehme. Dort auf 2500m Höhe konnten wir den echten Goldrausch wie vor hundert Jahren erleben. Besonders spannend war das Suchen nach Gold in den teilweise eingestürzten Goldgräberstollen - aber leider vergeblich. Am Weg zum Knappenhaus, wo die Bergarbeiter vor hunderten Jahren wohnten, sah ich zum ersten Mal Murmeltiere. Die lustigen Bergbewohner zeigten sich gar nicht scheu und trollten auf den Felsen herum.

Am nächsten Morgen, nach einer schlaflosen Nacht im Lager der Neubauhütte ging es schon in aller Herrgottsfrüh (7:30 das ist für einen Schüler, der Ferien hat viel zu bald) los. Nach einem kräftigen Frühstück wanderten wir am Fuße des Sonnblicks über den Rücken bis zur Rojacherhütte 2718m. Dort hatten wir einen herrlichen Ausblick auf die umliegenden

(Gletscher) Wurtenkees mit Sommerschigebiet am Schareck und den Goldbergkees am Hohen Sonnblick. Und ich konnte mich mit Hollersaft, verfeinert mit Gletscherwasser etwas vom anstrengenden Aufstieg erholen.

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Von dort ging es über den steilen Nordwest Grat mit einigen Kletterpassagen zum Gipfel und auch zum Wetterobservatorium des Sonnblicks. Ich nenne den Grat bis heute Teufelsgrat, weil ich mich teilweise ein bisschen fürchtete, weil es rechts 300m hinunterging und links sah es auch nicht viel besser aus. Aber Hans wich nicht von meiner Seite und zeigte mir immer wieder die beste Route durch den Fels.

Sehr stolz, zufrieden und happy und auch ein bisschen Müde stand ich mit Nick, Hans und Papa vor der Wetterstation und zugleich auf dem Gipfel des Hohen Sonnblick 3106m  meinen ersten Dreitausenders.

 

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Ich genoss meine Jause am Zittelhaus mit großartigem Blick auf den Großglockner sehr. Auch ein kurzer Besuch in der berühmten Wetterwarte wurde uns noch ermöglicht.

Nach zwei Stunden Abstieg tranken wir Kaffee und Cola auf der Neubauhütte als Stärkung für das letzte Stück zum Parkplatz. Danach waren wir ziemlich schnell im Tal. Ich schaute noch mal auf den Gipfel und konnte es kaum glauben, dass ich da oben gestanden bin.

Durch den erfahrenen Bergführer Hans wurde mir dieses wunderschöne Erlebnis ermöglicht, dafür danke ich ihm sehr (auch für das rettenden Cola beim Abstieg).

Bericht: Constantin A. 13 Jahre

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Fotos: Gerald, Nik und Hans

 

 

 

Kletterkurs in Neuburg Hanzing 2017

 Alpin/Bergsteigen  Gottfried  20-06-2017 18:58  0  672 gelesen

Kletterkurs in Neuburg Hanzing
vom 19. bis 21. Mai 2017


Am 20. Mai war es wieder soweit, am Programm stand der alljährliche Kletterkurs in Neuburg Hanzing.

Früh morgens machten wir uns auf den Weg zum Inntalklettergarten Neuburg am Inn – Wernstein, denn wir nach etwa einer Stunde Autofahrt erreichten.

An der Marienbrücke begrüßten wir weitere Kletterfreunde aus der Region. Nachdem alle Kletterer ihre Ausrüstung zusammengepackt hatten wanderten wir zu dem 10 Minuten entfernten Felsen der direkt am Inn liegt.

Der Wettergott meinte es sehr gut mit uns, denn wir hatten an beiden Tagen perfektes Kletterwetter.

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Nachdem alle Vorbereitungen abgeschlossen und die Klettergurte angelegt waren stürzten sich die ersten Kletterfreaks auf den Felsen.

Auch wenn einigen die Höhe zu schaffen machte stellte das kein Problem für uns dar. Die betroffenen wurden wie bei einer professionellen Kameradenrettung gerettet.
Ebenfalls wurden Knoten geübt und der Bau eines Standplatzes. Nach einem kletterintensiven Vormittag wurden einige Teilnehmer vom Hunger heimgesucht. Doch für das leibliche Wohl war bestens gesorgt und gegen Mittag gab es warme Leberkäsesemmeln. Gestärkt und voller Motivation wurde auch am Nachmittag sehr viel geklettert.

Nach einem aufregenden und spannenden Klettertag fuhren wir hungrig zum Naturfreundehaus Hanzing nach Haibach. Dort angekommen wurde zuerst das Quartier bezogen und anschließend gegrillt. Verköstigt wurden wir mit Koteletts, Würstchen und Kartoffelsalat. Nach dem Essen haben wir Kartenspiele gespielt, herumgetobt und verschiedene Spiele draußen gespielt. Bis allmählich alle müde wurden und ins Bett fielen. Es kehrte Ruhe ins Naturfreundehaus ein.

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Unterbrochen wurde diese, von den aktiven Teilnehmern unserer Gruppe, die Spaß dran hatten die Langschläfer unter uns aufzuwecken. Beim gemeinsamen Frühstück stärkten wir uns für den bevorstehenden Klettertag.

Auch an diesem Tag wurde sehr viel geklettert, aber auch abgeseilt. Gegen zwei verließen wir den Klettergarten mit sehr viel schönen Erinnerungen im Gepäck. Nach einem abschließenden Mittagessen in einer Schärdinger Pizzeria, machten wir uns auf den nach Hause weg und trafen gegen 15 Uhr wieder beim Naturfreundegasthaus Hochburg Ach ein.

Nach diesen zwei anstrengenden und lustigen Klettertagen war es sehr ruhig bei der Heimfahrt. Wir freuen uns schon wieder sehr auf das nächste Jahr!

Eure Nadine

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Ötztaler Schihochtoureneldorado 4.Tag

 Alpin/Bergsteigen  Gottfried  24-04-2017 20:51  0  599 gelesen

Ötztaler Schihochtoureneldorado
4.Tag 30.03.2017
Hochvernagtspitze 3535m Abfahrt über Taschachjoch

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Oberhalb der Vernagthütte folgen wir dem deutlichen Moränenrücken bis zu einer Aufsteilung aufwärts und queren hier den steilen Moränenhang nach rechts bis in flacheres Gelände. Wir erreichen den Großen Vernagtferner. Links an der Felsinsel mit der Klimastation vorbei. Wir wandern am sanften Gletscher bis nahe des auffallenden Felsturms und schwenken darunter nach rechts, um auf die bauchige Steilstufe zu kommen, die in wenigen langen Kehren überwunden wird. So erreichen wir den flachen Gletscherteil, der bis zum Gipfelaufbau führt. Wenige kurze Kehren bringen uns zum Gipfelkamm, dem wir mit Ski noch kurz nach rechts folgen. Skidepot. Ein flacher, aber schmaler und ausgesetzter Grat (oft überwechtet) führt zum Ansatz des Gipfelfelsens. Nur wenige Meter muss in einer schmalen Firnflanke (oder bei Ausaperung im Fels) zum mit einem Steinmann markierten höchsten Punkt der Hochvernagtspitze hinaufgeklettert werden.

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Abfahrt:
Abstieg zum Skidepot entlang des Anstiegs. Wir verlassen bei der Abfahrt bald die Anstiegsspur nach links und fahren in die breite Mulde bis zu einer markanten Geländekante ab. Wir queren nach rechts bis nahe der Felswand, da links sich ein Gletscherbruch befindet. Sehr steil wird nun auf den flachen Gletscherboden des Großen Vernagtferners abgefahren. Unter dem Gletscherbruch schwenken wir nach links, um für den folgenden Anstieg nicht zu viel Höhe zu verlieren. Auffellen. Wir wandern fast eben an der Hochvernagtwand vorbei und schwenken nach dem nächsten Felssporn nach links Richtung Taschachjoch. Die letzten Meter zum Joch sind steil (evtl. zu Fuß). Abfellen. Ein breites Gletscherbecken wird bis zum Urkundsattel abgefahren.

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Noch deutlich vor dem Urkundgrat schwenken wir nach links auf eine Felsinsel zu. Eine angedeutete Scharte lässt uns steil in den oberen Sexegertenferner einfahren. Mittig bis rechts wird der breite, mittelsteile Gletscherhang bis zu einer Abflachung abgefahren. Hier queren wir nach links zum nördlichen Felsausläufer der Sexegertenspitze und fahren den mittelsteilen freien Gletscherhang zur flacheren Gletscherzunge hinab. Im breiten Sexegertental fahren wir beliebig bis auf Höhe Taschachhaus. Hier halten wir uns links der Schlucht und fahren auf einer Rampe bis zu den Steilhängen des Köpfle. In steilen Firnrinnen muss man sich nun in den flachen Boden des Taschachtales durchschwindeln. Ab nun geht es meist recht flach am Güterweg bis zur Taschachalpe und noch kurz auf der Piste rechts über die Brücke zum Ausgangspunkt (Parkplatz der Pitztaler Gletscherbahnen) hinunter.

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Bericht: Wolfgang
Foto: Wolfgang und Hans
Teilnehmer: Marianne, Wolfgang und Hans

 

Ötztaler Schihochtoureneldorado 3.Tag

 Alpin/Bergsteigen  Gottfried  24-04-2017 20:35  0  562 gelesen

Ötztaler Schihochtoureneldorado
3. Tag 29.03.2017


Wir wandern am Winterraum der Hütte vorbei in die Mulde der Seitenmoräne des Guslarferners. Wir steigen in ihr steil hinauf oder queren an geeigneter Stelle auf den First der Moräne nach links und folgen ihm auf schmalem Pfad aufwärts. Dieser First endet an der felsigen Südflanke der Hintergraslspitze. Kurz davor quert man in die steile Flanke der Moräne hinein und folgt ihr fast eben um eine Felskante herum in eine Abflachung. Nun kann beliebig auf das untere Becken des Guslarferners hinuntergerutscht werden. Das Becken wird flach westwärts durchquert und die folgende breite Steilstufe ins obere Gletscherbecken überwunden. Bald wird es wieder steiler, wir nähern uns dem Oberen Guslarjoch. Vom Joch wenden wir nach rechts und überwinden den steilen Südhang des Fluchtkogels.

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Die Flanke flacht etwas ab, es geht gerade nordwärts zum Gipfelkreuz hinauf.
Abfahrt über die steile Südflanke auf die obere Ebene des Kesselwandferners. Wir steuern in leichtem Gefälle das Kesselwandjoch links unter dem Brandenburger Haus an. Nun gelangen wir in leicht welligem Auf und Ab auf den oberen, sehr flachen Gepatschferner. Spätestens in der Senke rechts der Zinne muss aufgefellt werden. In einem sehr weiten Rechtsbogen folgen wir dem kaum erkennbaren, breiten Gletscherrücken. Die Steigung ist mäßig. Bald erblicken wir Felsformationen, die wir links umgehen. Nach einer Abflachung erreichen wir die große Gipfelkuppe der Weißseespitze, am Horizont ist das Gipfelkreuz gerade erkennbar. Wir peilen es an. Die letzten felsigen Meter zum Gipfelkreuz werden zu Fuß überwunden. Der höchste Punkt befindet sich etwas östlich im Zentrum der flachen Gipfelkuppe.

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Abfahrt:
Abfellen. Wir fahren in mäßigem Gefälle nahe der Aufstiegsspur in die Senke links der Zinne ab, fellen auf und queren im sanften Auf und Ab zum Kesselwandjoch zurück. Das Obere Guslarjoch rechts des Fluchtkogels wird angepeilt. Der Kesselwandferner wird gequert, dann zuletzt etwas steiler im Rechtsbogen das Obere Guslarjoch erreicht. Abfellen. Wir fahren zuerst recht steil in den Guslarferner ein und folgen dem Gletscher im weiten Rechtsbogen bis an sein unteres Ende. Im flachen Guslartal können wir in die anfängliche, steile Seitenmoräne hineinqueren, um ohne Endanstieg zur Vernagthütte zu gelangen.


Einfacher ist es, das flache Tal weiter bis knapp vor die Brücke abzufahren, wo wir auf die Aufstiegsspur von Vent gelangen. Auffellen und im flacheren Moränenauslauf in einer angedeuteten Mulde knapp 200 HM am Hauptweg zur Vernagthütte aufsteigen.

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Bericht: Wolfgang
Foto: Wolfgang und Hans
Teilnehmer: Marianne, Wolfgang und Hans

 

Ötztaler Schihochtoureneldorado 2.Tag

 Alpin/Bergsteigen  Gottfried  24-04-2017 20:16  0  427 gelesen

Ötztaler Schihochtoureneldorado
2.Tag 28.03.2017
Mittlere 3121m und Hintere 3147m Guslarspitze Überschreitung

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Der Anstieg von der Vernagthütte zur Mittleren Guslarspitze ist kurz. Die Abfahrt über die Südflanke zur Einkehr auf dem Hochjochhospiz mit Gegenanstieg auf die Hintere Guslarspitze macht daraus eine lockere Tagestour.

Bei guten Frühjahrsbedingungen ist nach dem nordseitigen kurzen Anstieg auf die Mittlere Guslarspitze am späten Vormittag eine herrliche Firnabfahrt zum Hochjochhospiz zu erwarten. Rückanstieg im Weichschnee zur Hinteren Guslarspitze mit evtl. Pulverabfahrt zur Vernagthütte verheißt Skitourenvergnügen ohne Gletscherberührung.

Routenverlauf:
Von der Vernagthütte wird kurz in das Guslartal abgefahren. Auffellen.

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An geeigneter Stelle überwinden wir die eher steile Seitenmoräne des früheren Guslarferners südwärts in das weite flache Kar unter den Guslarspitzen.

Wir wandern unter der Vorderen Guslarspitze in den oberen Karboden hinauf. Wir queren unter der Nordflanke der Mittleren Guslarspitze durch nach rechts. Ein steiler Hang führt in den Sattel rechts des Gipfels hinauf. Der Ausstieg kann evtl. abgeblasen und steinig sein. Wir wenden am Gipfelrücken nach links und steigen am zuletzt steilen Gipfelhang evtl. zu Fuß auf die metallkreuztragende Mittlere Guslarspitze.



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Abfahrt je nach Wunsch über mittelsteile bis steile Firnhänge in mehreren Stufen hinab zum Hochjochhospiz 2412m zur Einkehr. Auffellen.
Wir folgen zuerst dem Deloretteweg über die erste Steilstufe nordwestwärts. Es folgt schön gestuftes Skitourengelände bis zu einer Hütte. Etwas später wird ein Ombrometer erreicht. Darüber befindet sich eine steile Felsstufe. Im Rechtsbogen kann zur Abfahrtsspur geschwenkt werden. Aber auch eine relativ steile Mulde kann bei sicheren Bedingungen nordwärts durchstiegen werden.

Damit gelangt man in eine Abflachung unter dem felsigen Gipfelkamm. Wir queren links auf den Kamm und erreichen evtl. mit kurzem Abstieg den Sattel vor der Hinteren Guslarspitze. Ein mittelsteiler Rücken führt zur kurzen Steilstufe vor dem Gipfel. Mit Ski oder leichter zu Fuß wird der Gipfelhang in wenigen Schritten zum kleinen Holzkreuz der Hinteren Guslarspitze überwunden.

Abfahrt:
Abfahrt am Gipfelrücken in den Sattel. Unter dem felsigen Verbindungskamm queren wir steil in das Nordkar hinunter. Mit etwas Glück findet man hier lang in den Frühling hinein Pulverschnee. Im weiten Kar hinab ins Guslartal bis in Brückennähe. Auffellen und am Normalweg knapp 200 HM zur Vernagthütte aufsteigen.

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Bericht: Wolfgang
Foto: Wolfgang und Hans
Teilnehmer: Marianne, Wolfgang und Hans

 
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