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Biski - Skifahren mal anders

Eingetragen von Chrissi An 26.02.2017 13:50:00 (660 Lesen)

Skifahren mal anders – damit auch jeder mitmachen kann

Eigentlich geht es darum nicht anders zu sein, sondern Sport zu genießen wie andere auch. Es geht darum als Familie etwas zusammen zu erleben und sich nicht von Barrieren aufhalten zu lassen.

Wir sind nach Tirol gefahren um dort vier Tage lang Ski zu fahren, so gesehen klingt es nach einem ganz normalen Winterurlaub. Zugegeben etwas anders ist es schon und wir ziehen die Blicke auf uns wenn wir auf der Piste sind. Stichwort: Biski! Das ist ein Bob mit zwei beweglichen Carving-Skiern unten dran.
Dazu gedacht Leuten auf die Piste zu bringen, deren Füße nicht ganz so funktionieren wollen, wie sie es sollten. Also genau das richtige für meine Familie.

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Jedoch kann nicht jeder alleine die Piste runter brettern, dafür reicht oft die Oberkörperkontrolle nicht aus, da lässt sich aber leicht mit einem Begleitfahrer Abhilfe schaffen. Somit kann man es auch als Teamsport sehen.
Der Begleitfahrer hilft die Balance zu halten und greift in brenzligen Situation ein, während der Biskifahrer mit Gewichtsverlagerung die Richtung angibt. Je geübter der Biskifahrer desto weniger Arbeit und Anstrengung für den Begleitfahrer.
Ich bin mit meinem Bruder und Papa schon als kleines Mädchen skifahren gewesen. Meine große Schwester musste aber immer zuhause bleiben. Erst vor drei Jahren haben wir einen Weg gefunden, sie einzubinden. Wir alle haben mithilfe einer Skilehrerin gelernt einen Biski zu lenken, wie man mit den Schlepper den Berg hoch kommt, die Gurte richtig fest zurrt und wie man unverletzt den Berg wieder runter kommt.


Biski_2017_06Nicht jedes Skigebiet ist ausgerüstet für Rollstühle oder hat passende Pisten für uns, diese müssen nämlich recht breit und nicht allzu steil sein. Die Bobs sind zu teuer um einen eigenen zu besitzen und werden daher ausgeliehen und müssen extra zum Skigebiet transportiert werden. All das zu organisieren ist eine Herkulesaufgabe. Aber wir backen keine kleinen Brötchen, deshalb haben wir auch noch Freunde zum Skifahren eingeladen. Insgesamt drei Biskis mit Fahrern wurden jeden Tag auf die Pisten losgelassen. Dazu kommen mindestens zwei Begleitfahrer pro Bob, weil das sehr anstrengend werden kann und man das einer alleine Person nicht zumuten sollte. Außerdem hat man dann jemand der auf unerfahrene Skifahrer oder Raser aufpasst.

Am ersten Tag wurde noch eine der Biskifahrerinnen von einer Skilehrerin unterwiesen inklusive Begleitfahrerin. Aber da man seine Begleitfahrer auch ein bisschen schonen sollte, sind nicht jeden Tag die Gleichen mitgekommen. Die wachsen aber auch nicht auf Bäumen, deshalb haben wir die alle einzeln eingeschult, für gute Skifahrer stellt das auch kein Problem dar. Zur Belohnung gab es auch noch einen Trip mit getauschten Rollen, die Begleitfahrer durften im Bob sitzen und runter fahren.

Biski_2017_01Viele können nicht einschätzen wie sich der Bob verhält, wenn man sich für eine Kurve entschieden hat, kann man den Kurs nur schlecht ändern. Die meisten (beinahe) Unfälle passieren weil man anderen Ausweichen muss und dadurch ins Schlingern kommt oder unkontrolliert an Geschwindigkeit zunimmt. Ein schneller Schwung um abzubremsen gibt es nicht, zumindest nicht mit sehr viel Körperkraft des Begleitfahrers (also etwas das bei meinem großen Bruder funktioniert aber nicht bei mir). Man muss schön carven um Geschwindigkeit abzubauen. Doch wenn man den Bob erst einmal im Griff hat, ist das Skifahren ein Genuss. Es erfordert mehr Zusammenarbeit als wenn man alleine fahren würde, das stärkt den Zusammenhalt in der Gruppe/Familie. Zusätzlich kommt in den gleichen Genuss der Geschwindigkeit, der Landschaft und der sportlichen Betätigung wie die „normalen Skifahrer“. Für mich persönlich ist es wunderbar, das ich mit meiner Familie etwas erleben kann, wo man als ersten Impuls denkt: Das geht nicht. Ich kann nicht gemeinsam mit meine Schwester Skifahren gehen.

Am Ende war diese Woche eine unglaublich schöne Erfahrung für Familie und Freunde. Auch wenn es komplizierter ist, mehr Koordination und Organisation erfordert und für Spontanität nicht viel Platz gibt hat es sich gelohnt. Man wurde mit dem Gefühl belohnt etwas geleistet und eine Erinnerung geschaffen zu haben. Dann bis zum nächsten Winter. Jetzt gibt es erstmal den Urlaub vom Urlaub.

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